• Battlefield V im Test 26Nov

    Battlefield V im Test

Back to the roots heißt es ab sofort mit Battlefield V. Das Entwicklerstudio DICE geht wieder zu Ihren Anfängen von Battlefield, nämlich in den zweiten Weltkrieg. Midnight-Gaming konnte den neuesten Teil von Battlefield in mehreren Phasen antesten.

Kampagne im Test nicht berücksichtigt

Mit diesem Spieletest widmen wir uns ausschließlich dem Mehrspieler-Modus von Battlefield V zu. Die Einzelspieler-Kampagne wurde dabei außer acht gelassen, da das Herzstück von Battlefield auf den Multiplayer zurückzuführen ist und die Spielgemeinschaft wesentlich länger in diesem Modus Zeit verbringt.

Neuerungen in Battlefield V

Battlefield V erscheint mit sehr vielen kleineren Neuerungen, die uns während des Spielens schnell aufgefallen sind. So zum Beispiel das grafische Update gegenüber Battlefield 1. DICE präsentiert alle Karten in Hochglanz mit Hilfe neuer Effekte wie Lichtreflexionen oder Explosionen, die das Spiel noch phantastischer aussehen lässt, als je zuvor.

Eine wichtige Neuerung in Battlefield V ist, dass Spieler sich nicht selber mehr vollständig heilen können. Diese benötigen daher ab sofort einen Sanitäter oder eine Heilstation (Medic-Station). Sobald ein Spieler im Kampf gefallen ist, können einzelne Squad-Mitglieder untereinander wiederbelebt werden, allerdings dauert das im Gegensatz zu einen Sanitäter wesentlich länger. Das gleiche gilt für die Munition beim Supporter.

Mit Hilfe der Taste „T“ können alle Klassen Barrikaden an verschiedenen Stellen auf den Karten aufgebaut werden. Der Versorgungssoldat kann diese Hindernisse schneller aufbauen im Vergleich zu den anderen Klassen. Je komplexer die Barrikade ist, umso länger dauert die Fertigstellung. Folgende Barrikaden können erbaut werden:

  • Schutzwälle
  • Maschinengewehrnester
  • Stacheldraht

Wenn der Spieler eine fremde Waffe auf der Karte aufhebt, wechselt der Spieler nicht mehr automatisch die Klasse mit, sondern nur noch die aufgehoben Waffe. Des weiteren können nun Granaten zurückgeworfen werden.

Bei den Panzern gibt es nun unterschiedliche Arten der Beschädigungen. Daher ist es nun möglich das Fahrzeug fahrunfähig zu machen, indem die Ketten beschädigt werden. Auch das Zielfernrohr kann kaputt gehen, sodass die Rotation darunter leidet und die Bewegung wesentlich länger dauert als im normalen Zustand. Zusätzlich zu den genannten Punkten sind Animationen beim Ein- und Aussteigen hinzugekommen. Deshalb dauert es für den Spieler nun wesentlich länger ein Fahrzeug zu benutzen oder in einer Notfallsituation das Fahrzeug zu verlassen und beeinflusst somit das gesamte Gameplay. Diese Funktionen wirken im Spielverlauf sehr realistisch und verändert das Spielgeschehen gegenüber anderen Battlefield-Reihen. Strategie ist daher in Battlefield V mehr gefragt als je zuvor. Selbst das Öffnen eines Fallschirms dauert länger als in den vorherigen Spielen und muss zwingend bei einem riskanten Absprung beachtet werden.

Alle oben genannten Neuerungen haben uns im Spiel sehr gut gefallen und haben uns in keinster Weise im Spiel gestört. Besonders zu den genannten Neuerungen müssen die Squads sich untereinander viel mehr unterstützen als in den anderen vorherigen von Battlefield-Reihen.

DirectX Raytracing

Battlefield V ist das erste Spiel, welches mit DirectX Raytracing (kurz: DXR) erscheint. Mit DXR sehen die Spiegelungen in Battlefield V noch realistischer aus als ohne dieses neue Grafikfeature. Diese Funktion unterstützen derzeit nur die neuesten NVIDIA Grafikkarten (Stand: 24.11.2018), weshalb dieses neue Feature für sehr wenige Spieler vorbehalten ist. Des Weiteren wird Windows 10 in der aktuellen Version 1809 benötigt, damit diese Einstellung aktiviert werden kann. Mit der Raytracing wird eine grafische Neuzeit von NVIDIA angekündigt. Übrigens: Raytracing wird bereits schon in Hollywood Filmen benutzt.

Folgende Grafikkarten werden für DXR in Battlefield V vorausgesetzt:

  • NVIDIA RTX 2070
  • NVIDIA RTX 2080
  • NVIDIA RTX 2080 Ti

Aufgrund dieser sehr neuen Funktion empfiehlt DICE und NVIDIA die Einstellung nur auf „Niedrig“ eingestellt zu lassen, da ansonsten die Bildwiederholfrequenz (Frames) deutlich einbrechen kann. Die Grafiktreiber werden in der nächsten Zeit noch einen Feinschliff erhalten, damit auch höhere Einstellungen problemlos konfiguriert werden können.

Leider konnten wir dieses Grafikfeature in unserem Test nicht ausprobieren, anlässlich der hohen Anforderungen im Bezug zu den Grafikkarten. Wir empfehlen aufgrund der sehr frühen Version von DXR noch etwas zu warten. Windows 10 hatte in der aktuellen 1809 Version einige Stabilitätsprobleme sowie Systemfehler gehabt. Auch die Grafiktreiber müssen noch für das DXR Feature verbessert werden und Treiber-Updates werden mit hoher Wahrscheinlichkeit in der nächsten Zeit folgen.

Detaillierte Informationen zur DXR gibt es im Heise-Artikel oder auf der NVIDIA Homepage in englischer Sprache.

Spielerklassen

Zu der Anzahl an Spielerklassen hat sich im Vergleich zu den Battlefield Vorgängern nicht verändert. Insgesamt gibt es weiterhin vier Klassen zur Auswahl: Sturmsoldat (Assault), Sanitäter (Medic), Versorger (Supporter) und Aufklärer (Sniper). Es gibt allerdings in Battlefield V nun auch die Möglichkeit weibliche Charaktere zu spielen. Im Menü lassen sich diverse Anpassungen des Charakters vornehmen wie beispielsweise die Auswahl des Soldaten, das Aussehen der Kleidung oder die Anpassung der Waffe.

Späteinsteiger beginnen mit einer guten Waffe im Spiel und haben somit auch eine Chance mit länger spielenden Battlefield V Spielern. Das gefällt uns gut und bietet deshalb auch Quereinsteigern eine bessere Chancengleichheit gegenüber in Battlefield 1.

Jede Klasse sollte zu Beginn einer Runde vom Versorger mit Munition versorgt werden, da nach einem Spawn die Klassen nicht mehr mit voller Munition ausgestattet werden. Aus diesem Grunde hat der Versorger eine größere Bedeutung im Spiel gewonnen. 

Multiplayer-Karten

Zum Erscheinungstag von Battlefield V gibt es insgesamt acht Multiplayer-Karten zu spielen. Weitere Karten und Spielmodi sollen nach und nach kostenlos für Spieler erscheinen. Deshalb wird für Battlefield V kein Premium mehr benötigt und wird demzufolge nicht mehr zum Kauf angeboten. Diese Entscheidung gefällt uns gut und spricht insofern noch mehr für einen Kauf von Battlefield V. Im März soll der Spielmodi „Firestorm“ erscheinen. Dieser soll zur Konkurrenz von Playerunknown’s Battlegrounds und Call of Duty: Blackout als Battle-Royal-Modus den Battlefield V Besitzern über ein DLC angeboten werden. 

Folgende Karten sind aktuell in Battlefield V spielbar:

  • Nowegen: Narvik und Fjell 652
  • Niederlande: Rotterdam und Devastation
  • Nordafrika: Hamada und Aerodrome
  • Nordfrankreich: Arras und Twisted Steel

Besonders die Karte Arras ist uns durch die goldenen Rapsfelder ins Auge gefallen. Auf dieser Karte gibt es für jeden Spieler eine perfekte Mischung zwischen Häuserkampf und offenen Flächen. An dieser Stelle zeigt sich Battlefield V grafisch gesehen von der besten Seite und wir konnten bisher keine vergleichbare Umsetzung in anderen Actionspielen vorfinden. Das Entwicklerstudio DICE hat hier alles richtig gemacht!

Leider vermissen wir in Battlefield V die klassischen Karten von Battlefield 1942 wie zum Beispiel El Alamein, Omaha Beach oder andere Schauplätze vom zweiten Weltkrieg. In Battlefield V sind die Nebenkriegsschauplätze zum Release in den Vordergrund geraten. Trotzdem sind alle Karten sehr gut konzeptioniert und alle acht Karten zeigen sich vom Besten. Wir erhoffen uns trotzdem, dass in den nächsten DLCs die klassischen Battlefield 1942 Karten in Battlefield V zurückkommen.

Das Gameplay

Das Teamplay in Squads ist in Battlefield V so wichtig wie noch nie zuvor. Das Zusammenspielen wird in Battlefield V noch höher belohnt als in den Vorgängerversionen. Agiert das Team sehr gut, können diese nun Superwaffen anfordern wie zum Beispiel eine V2 Rakete. Dann rummst es ordentlich auf der Karte!

Es wird im Spiel viel mit Deckung gearbeitet, ähnlich wie bereits in Battlefield 1. Die Karten sind ziemlich weitläufig und mit Hilfe von Bäumen, Gebäuden oder Fahrzeugen kann gut Schutz gefunden werden.

Zum Release von Battlefield V können leider nur zwei Kriegsparteien gespielt werden: Britische und Deutsche Soldaten. Weitere Parteien sollen in den nächsten Updates folgen und finden es schade, dass es nicht weitere Parteien zum Erscheinungsdatum spielbar sind.

In unserem Test sind uns während des Spielens leichte Aussetzer (Ruckler) noch aufgefallen. So hat zum Beispiel die Wiederbelebung mehrmals im Verlauf des Tests nicht funktioniert. Wir konnten nur durch das trennen und wiederverbinden der Spielsitzung ins Spielgeschehen wieder eintauchen. Vermutlich sind das kleinere Fehler, die zwar nicht schön sind, allerdings in absehbarer Zeit durch Patches behoben werden können. Über diese kleinen Probleme können wir bedenkenlos darüber hinwegsehen. 

Ein großer Pluspunkt während unserer Testphase ist die Schlachtfeld-Atmosphäre. In keinen einzigen Spiel, auch außerhalb von Battlefield, konnten wir dieses Look and Feel bisher vorfinden. Hier hat DICE in Bezug zum Sound und Grafik alles richtig gemacht. Äußerst hervorzuheben ist hierbei der einzigartige Sound, der phantastisch zur Kulisse passt. Mit einem 7.1 Surround Headset kann der Ton seinen vollen Glanz entfalten. Auch die Grafik wurde mal wieder so überarbeitet, dass die Umgebung wieder meisterhaft aussehen lässt. Besonders wenn die Effekte auf dem Kriegsschauplatz zum Einsatz kommen, sind wir begeistert gewesen. Zum Beispiel wenn eine Explosion in unserer Nähe ausgelöst wurde, fliegen wir durch den Druck nach hinten und sehen die Explosionen in all seiner Schönheit.

Jede Waffe spielt sich völlig unterschiedlich und ist dadurch nicht mit Battlefield 1 vergleichbar. Das Ausstatten der Waffen gefällt uns besser gegenüber dem Vorgänger. Das Ausrüsten funktioniert ähnlich wie in Battlefield 4. Mit Hilfe von „Punkte sammeln“ können im Verlauf des Spiels Modifikationen und Gadgets freigeschaltet werden. Das befürworten wir und fesselt den Spieler weiterhin im Team zu spielen. Insbesondere in Squads müssen Spieler sich untereinander helfen, damit diese als Gruppe viele Punkte erhalten können. Teamplay wird somit fair belohnt!

Battlefield V erscheint mit folgenden Spielmodi:

  • Luftlandung (nur Grand Operations)
  • Final Stand (nur Grand Operations)
  • Team Deathmatch
  • Eroberung: Der klassische Spielmodi in Battlefield 5
  • Durchbruch
  • Frontlinien
  • Vorherrschaft

Leider fehlt der Spielmodus Rush, der jahrelang seine Treue in Battlefield erwiesen hat. Details zu den aktuellen Spielmodi kann über diesen Link eingesehen werden.

Battlefield 1 vs. Battlefield V

Viele Spieler beklagen sich im Battlefield V Ingame-Chat über die große Ähnlichkeit mit Battlefield 1. In einigen Punkten müssen wir dem recht geben. Einige Karten spielen sich ähnlich wie in Battlefield 1 und das Feeling im Spiel steht dem sehr nahe. Besonders in der Menüführung fällt dem Spieler das schnell auf. Es fühlt sich demnach eher als eine Erweiterung (Add-On) für Battlefield 1 an, nur mit vielen kleinen Funktionen plus besseren Sound und Grafik.

In der geschlossenen Alpha Phase konnten wir anhand der Dateiversion erkennen, dass Battlefield V auf Battlefield 1 aufbaut. Im Prinzip arbeiten alle Entwicklerstudios ähnlich und erfinden das Rad nicht neu. Grafikelemente wie Bäume, Häuser oder Waffen können größtenteils eins zu eins importiert werden. Trotzdem fühlt sich Battlefield V im Vergleich zu Battlefield 1 unserer Ansicht nach anders an. Hauptsächlich bei der Waffenauswahl und den dazugehörigen Anpassungen fällt das auffallend auf: Es kann als eine gute Mischung von Battlefield 4 und Battlefield 1 bezeichnet werden.

Logitech Gaming-Tastaturfunktionen (G-Serie)

Das erste was Spielern mit einer Logitech G Tastatur mit LED Beleuchtung auffällt, in unserem Fall die G610, ist das leuchtende Battlefield V Logo auf der Tastatur. Die Tastenbeleuchtung wird für mehrere Szenen während Spielverlaufs verwendet, zum Beispiel wenn der Spieler verwundet ist oder um den Tot kämpft. An dieser Stelle leuchten alle Tasten wellenförmig von dunkel nach hell und andersherum. Diese Funktion nennt Logitech Lightsync und wird mit der Software G Hub realisiert.

Diese kleinen Spielereien sind in unserem Test sehr unterhaltsam gewesen und ist ein nettes Gadget.

Fazit

Insgesamt macht Battlefield V einen sehr guten Eindruck und das Entwicklerstudio DICE liefert wieder mit grandioser Grafik und perfekten Sound ein Meisterwerk ab. Besonders erfreuen uns die kostenlosen Updates, die ohne eine Premium Mitgliedschaft in Zukunft angeboten werden. DICE und Electronic Arts haben zu dieser Entscheidung alles richtig gemacht. Leider fehlen uns nach dem Release weitere Kriegsparteien oder klassische Karten von Battlefield 1942.

Des weiteren hat uns das Team-Balancing sehr gut gefallen. Wir hatten nicht das Gefühl unfair als Kriegspartei behandelt zu werden. Ebenfalls wurde die Waffen-Balancing perfekt vom Entwicklerstudio umgesetzt. Der Spielverlauf wird somit in keinster Weise durch falsche Konfigurationen behindert.

Zusammenfassend können wir eine klare Kaufempfehlung für Battlefield V aussprechen, allerdings setzt das Spiel etwas Grundwissen über Battlefield voraus, die jedoch durch gute Video-Tutorials kompensiert werden können. 

Tipps und Tricks

Auf der offiziellen Webseite von Battlefield V gibt es ein paar nützliche Hinweise zu Klassen, Anpassungen, Gameplay, Fahrzeuge oder Waffen. Besonders für Quereinsteiger oder Casual-Gamer können wir diese diese Seite sehr empfehlen.

Gute Tutorials gibt es auf der Youtube Seite von Battle Bros in deutscher Sprache. Unter anderem gibt es dort Quickstarts der einzelnen Klassen zu finden und ein paar Geheimtipps, die jeder Battlefield Veteran kennen muss.

Battlefield V ist ab sofort im Handel für Xbox One, PlayStation 4 und PC erhältlich. Bereits ab 44 Euro gibt es Battlefield 5 online zu erwerben.

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