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    Mafia III im Test

Mafia III beginnt dort, wo Mafia 2 aufgehört hat.

In beiden vorherigen Spielen der Serie ging es darum, innerhalb der italienischen Mafia zu überleben. Mafia III spielt in den und erzählt wie diese Organisation zugrunde gerichtet wird.

Über die Story

Wir spielen den Protagonisten Licoln Clay, der als Soldat im Vietnamkrieg gekämpft hat. Alles spielt in der fiktiven Stadt New Bordeaux, die sich mit „New Orleans“ sehr ähnelt. Licoln wurde bereits als kleines Kind von schwarzen Gangstern großgezogen, denn die italienische Mafia hat seine Adoptiveltern ausgelöscht.

Interessant umgesetzt sind die verschiedenen Hauptrollen im Spiel. Insgesamt gibt es, neben Lincoln, sechs weitere Personenkreise, die uns im Spielverlauf begegnen. Der Einstieg wird dem Spieler sehr angenehm gestaltet: Von Mission zu Mission bekommt der Spieler schrittweise neue Spielcharaktere zu Gesicht und wird durch den angenehmen Einstieg nicht überfordert.

Grafik

Grafisch macht das Spiel einen soliden Eindruck. Auf der PlayStation 4 konnte wir keine Ruckler oder Grafikfehler sehen. Einzig und alleine die sehr hohe Reflektion und Helligkeit hat mich beim Spielen extrem gestört. Hoffentlich wird durch ein Patch noch das Reflektions- und Helligkeitsproblem behoben.

Die Umgebung sieht sehr beeindruckend und an vielen Stellen sehr detailgetreu aus. Selbst die Reklame sieht wie aus den 70ern aus. Klasse! Fahrzeuge, Gebäude und anderen Objekte (wie Telefonzellen oder Lampen) sehen ebenfalls sehr detailgetreu aus. Um es auf den Punkt zu bringen: Es macht einfach Spaß durch die Gegend zu fahren um die Welt in New Bordeaux zu erkunden und bestimmte Punkte einzunehmen oder Objekte zu sammeln.

Uns stören die Getränke-Gläser in den Zwischenfrequenzen. Diese sehen, gegenüber den anderen detailreichen Objekten, absolut nicht nach einem klassischen Glas aus. Unser Blick in den Zwischenfrequenzen konnte zum billig umgesetzten Glas nicht umgangen werden.

Die Kampagne

Die Möglichkeiten sind in Mafia III sehr vielfältig. Es gibt Hauptmissionen, Nebenmissionen und das klassische Sammeln von Objekten. Was uns sehr gut gefällt sind die Playboy Zeitschriften, die in den einzelnen Stadtteile gesammelt werden können. Im Hauptmenü kann der Spieler die Playboy Zeitschriften sogar anschauen. Eine interessante und tolle Idee! Plakate und HotRod Zeitschriften können ebenfalls gesammelt werden. Nicht zu vergessen sind die unterschiedlichen Vynils.

Hangar 13, das Entwicklerstudio von Mafia III, hat sich eine Idee von Ubisoft abgeschaut: Das Einnehmen von Telefonkästen. Spieler, die WatchDogs, Assassins Creed oder The Crew gespielt haben, werden jetzt wissen was wir beschreiben. Durch das Einnehmen von Checkpoints bekommt der Spieler mehr Details aus dem jeweiligen Einzugsbereich auf der Karte angezeigt. Mir gefällt das nette „nice-to-have“ und die gesamte Spielzeit wird dadurch auch künstlich in die Höhe getrieben. Eine Bindung für den Spieler ist das allemal.

Eines der größten Stärken von Mafia III ist die Story, die den Spieler einfach nur fesselt und zum Weiterspielen bindet. Die größte Schwäche des Spiels ist allerdings die Steuerung und teilweise das Gameplay. Das Kampfsystem stellt sich im Kampf manchmal bescheiden dar. Bei einem Schusswechsel haben wir des Öfteren das Problem die Deckung zu suchen und diese zu halten. Genauso das Erschießen von Gegnern ist uns in der Deckung als auch beim Laufen nicht einfach gefallen. Das ist eine echte Herausforderung und hat uns oft Nerven gekostet. Warum unser Protagonist sich häufig tölpelhaft anstellt ist für uns ein wirkliches Rätsel.

Mafia III

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Der Clan kommt.

Ähnliche Missionen weit und breit

Zu den Missionen muss erwähnt werden, dass bereits nach einigen Stunden eine große Ähnlichkeit der Aufträge zu erkennen ist. Beispiele wären hier: Eliminiere Person X, klaue oder zerstöre Objekt Y und rede mit Person Z. Selbst der erste Teil von Mafia hatte meiner Meinung nach mehr Abwechslung geboten, dafür war die Welt allerdings nicht so vielseitig als in Mafia III.

Tolle Synchronisation

Die deutsche Synchronisation ist sehr gut umgesetzt. Jede Zwischensequenz ist perfekt abgemischt worden und ist vergleichbar mit einem guten Kinofilm. Auch die Plaudereien der Gegner sowie der Bevölkerung von New Bordeaux sind oft mit Humor zu nehmen. Der Rassismus ist durch die unterschiedlichen Dialoge im Spiel eines der Haupthemen, worum es sich in den 70er Jahre gehandelt hat. Dies ist prima umgesetzt worden und das Leben in New Bordeaux fühlt sich somit sehr lebendig an. Einfach nur klasse!

Fazit

Mafia III bietet eine tolle Story und zeigt sich grafisch im tollen Glanz. Die Handlung ist durch die unterschiedlichen Charaktere im Spiel sehr interessant umgesetzt und fesselte uns bis zur letzten Stunde. Jede Reklame sieht einzigartig aus und die Autos sind gegenüber echten Fahrzeugen kaum zu unterscheiden.

Negativ aufgefallen ist das Kampfsystem, welches uns häufig im Stich gelassen hat. Warum fühlt sich die Steuerung so träge an, besonders im Kampf? Darauf können wir leider keine Antwort geben.

Seit dem 7. Oktober ist Mafia III bereits für PlayStation 4, Xbox One und PC im Handel erhältlich. Für Spieler, die eine interessante Einzelspieler-Kampagne suchen, treffen mit Mafia III eine gute Wahl. Wir können das Spiel für Actionfreunde aus dem Hause 2K weiterempfehlen.

  • Unsere nächste Sendung

    16.05.2017 - 23:00 Uhr

    Die Themen:
    Mass Effect: Andromeda, Prey und vieles mehr!

    30.05.2017 - 23:00 Uhr

    Die Themen:
    Role Play Convention, Prey und vieles mehr!

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