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    CeBIT 2016 – Interview mit Thomas Krenn AG

Holger war am ersten CeBIT Tag auf der Messe unterwegs und hat mit den CEO David Hoeflmayr gesprochen.

Wäre das Internet ein Land, so hat es Greenpeace vorgerechnet, hätte es den sechsthöchsten Energieverbrauch des Planeten. Laut Untersuchungen des gemeinnützigen Borderstep Instituts steigt in Deutschland der Stromverbrauch der Rechenzentren seit 2012 kontinuierlich an, deutsche Server und Rechenzentren wandelten 2014 insgesamt zehn Terawattstunden elektrische Energie in Wärme um, soviel wie der Energieverbrauch von 2,3 Millionen Privathaushalten.

Die Thomas-Krenn.AG präsentiert auf der CeBIT 2016 den Prototyp eines neuen Verfahrens zur Serverkühlung, das einzelne Server-Systeme und ganze Rechenzentren wesentlich energieeffizienter und leiser machen kann als herkömmliche Kühlungen. Der deutsche Serverhersteller gewann im Februar 2015 eine bundesweite Ausschreibung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zum Thema „Hot Fluid Computing – Hochtemperatur-Flüssigkeitsentwärmung für RZ-Serverkomponenten“, gefördert mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft (BMWi). Am Gemeinschaftsstand des BMWi wird die Thomas-Krenn.AG auf der CeBIT 2016 einen Prototyp des Systems demonstrieren und detaillierte Kennziffern über die erzielbaren Energieeinsparungen bekannt geben.

Das Interview in voller Länge gibt es hier zum Anhören:

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„Hot Fluid Computing“ kühlt Serverkomponenten direkt dort, wo die Wärme entsteht. Das Flüssigkühlsystem wird mit der Gebäudetechnik integriert, sodass die Abwärme der Server nahezu vollständig beispielsweise zur Heizung oder Warmwasserbereitung nutzbar wird. Der Aufwand für zusätzliche Kühlung oder Klimatisierung entfällt ganz oder lässt sich drastisch reduzieren. Klimatisierung und Kühlung sind derzeit für den größten Teil des Energieverbrauchs von Rechenzentren verantwortlich. „Hot Fluid Computing“ trägt also doppelt zur Energieeinsparung bei: einerseits durch das Recycling der Server-Abwärme und andererseits durch den Wegfall zusätzlicher Kühlung. Letzteres führt auch dazu, dass die Server vollkommen lautlos arbeiten und fehleranfällige mechanische Teile eingespart werden können. Das System eignet sich sowohl für den Einsatz in Rechenzentren als auch in Stand-Alone-Servern etwa in Büros.