• Need for Speed im Test 06Nov

    Need for Speed im Test

Seit dem 5. November ist Need for Speed im Handel erhältlich. Auch wir haben einen Blick des neusten Ablegers geworfen und geben hierzu unsere Meinung ab.

Mit den aktuellen Need for Speed möchte Ghost Games ein Neustart der Serie bringen und hat sich was ganz besonderes überlegt: Eine Story. Doch wie interessant ist die Story? Das möchten wir hier genauer erläutern.

Story und Gameplay

Die Rahmenhandlung wird durch Zwischenfrequenzen von echten Schauspielern erzählt. Mittels Motion Capture sehen die Charaktere im Spiel sehr realitätsnah aus und hat uns dank der Frostbite 3 Grafikengine positiv überrascht. Leider kann man von der Story allerdings nicht all-zuviel erwarten. Wie bei fast jedem Rennspiel geht es auch hier (mal wieder) um Ruhm und Ehre und der Spieler muss bei Kontrahenten gut punkten. Leider fühlt sich die Story nach unserem Geschmack zu klischeebeladen an.

Need for Speed spielt in einer fiktiven Stadt namens Ventura Bay, ein angesagter Ort für Rennfahrer, die sechs Bezirke hat.

Die Bezirke heißen:

  • Burnwood – Unsere Heimat
  • Crescent Mountains – Mit ein spektakulären Blick auf die Stadt
  • Royal Park – Die Stadt mit den Wolkenkratzern
  • South Port – Das Industriegebiet des Spiels
  • El Rey – Das sehr gebirgige Gebiet; Für Drifter ein absolutes Must-have
  • Franklin Terrace

Wichtiger Hinweis: Für Need for Speed wird eine kontinuierliche Internetverbindung benötigt!

Grafik und Sound

Wie bereits oben erwähnt sind wir von der Frostbite 3 Engine positiv überrascht. Need for Speed zeigt sich grafisch auf den aktuellen Spielekonsolen nur vom Besten. Wir konnten in unseren Test keine grafischen Ruckler spüren. Die Autos sehen wirklich sehr realistisch aus und machen Spaß in der Stadt zu cruisen. Einzig und allein die Sicht machte in einzelnen Missionen einige Probleme. Oft haben wir viel zu spät die Ausfahrt erkannt und haben die Abfahrt verpasst. Das passierte uns in der gleichen Mission sogar ein paar mal öfters. Leider!

Der Sound trägt hingegen viel zur Atmosphäre in Need for Speed bei. Im Test konnten wir mit einer 5.1 DTS Surround-Anlage das Spiel intensiv anspielen und waren von den Soundeffekten wirklich beeindruckt. Umso schneller wir fuhren, desto lauter wurde auch die Musik im Hintergrund. Es wirkte technisch auf einem sehr hohen Niveau.

Fünf Arten zu spielen…

Es gibt fünf Arten das Spiel zu spielen: Outlaw, Style, Schrauber, Speed sowie Crew.

In Outlaw muss der Spieler sich mit Cops anlegen. Mit Style fährt man, indem der Spieler mit beeindruckender Präzision sein Wagen quer durch die Kurve schickt. Als Schrauber wird der Wagen durch optisches und technisches Tuning modifiziert und kontinuierlich verbessert. Mit Speed gehen die furchtlosen Fahrer immer ans Limit und der Adrenalinspiegel steigt nur vor lauter Höchstgeschwindigkeiten. Mit der Crew fahren Spieler nie alleine und der Spieler vertraut den Anderen, um das Chaos auf engstem Raum zu beherrschen.


Nichts geht über ein Upgrade!

Wie bereits in Need for Speed Underground ist es hier ebenfalls möglich das Auto ganz individuell zu gestalten. Egal ob das Fahrzeug optisch oder technisch Verbessert werden soll, wird in Need for Speed einiges geboten. Mit 21 verschiedene Arten von Performance-Upgrades wie zum Beispiel Luftfilter, Kraftstoffsystem, Zündung oder Steuergerät ist für jeden Rennfahrer etwas im Portfolio dabei. In unseren Test konnten wir von den (sehr) vielen Möglichkeiten gut profitieren und es hat Spaß gemacht diese im Rennen anzuwenden, allerdings lassen sich nicht alle Teile sofort freischalten, sondern erst ab ein gewisses Level. Bezahlt wurde hier mit einer eigenen Ingame-Währung. Apropos Inage-Währung: Autos lassen sich ebenfalls über die Währung kaufen. Das coole: Jedes Fahrzeug ist sofort verfügbar und lässt sich theoretisch jederzeit kaufen. Hier empfehlen wir den Spieler mit geschickter Überlegung das Geld im Spiel auszugeben. Lieber das Geld öfters zur Seite legen, anstatt das Geld sofort für Tuning-Teile zu investieren. Oftmals sind das nur kleine Nuancen, wovon das Fahrzeug und somit der Fahrer profitiert.

Der Fahrzeugpool ist ebenfalls nicht zu klein. Insgesamt können 51 verschiedene Fahrzeuge im Spiel gekauft werden, darunter bekannte Hersteller wie BMW, Mercedes, Toyota, Nissan, Lamborghini, Porsche, Volkswagen oder Ferrari. Dank der beeindruckenden Atmosphäre im Spiel, sehen alle Fahrzeuge optisch sehr beeindruckend aus und fühlen sich vom Handling sehr realitätsnah an. Besonders die Spiegel- und Lichteffekte zeigen in Need for Speed die beste Seite von sich. Hut ab! Ghost Games hat hier hervorragende Arbeit geleistet und das Spiel läuft in unseren Test sehr flüssig. Einzig und allein die kleinen „Online-Ruckler“ von anderen Spielern haben den Spielspaß stark oft gemindert und die Crashs waren somit oft vorprogrammiert. Wir hoffen, dass dieses Problem in den nächsten Tagen behoben wird (Stand: 05.11.2015).

Need for Speed

Handy, geh ran!

Das altbekannte Smartphone ist mittlerweile bei fast jeden zu Hause angekommen. Immer mobil online zu sein und schnell ein paar Messages abschicken, sollte mittlerweile kein Problem mehr sein. Das dachte auch das Entwicklerstudio und wollte sein können unter Beweis stellen, indem Sie ein Handy in Need for Speed eingebaut haben. Am Anfang wird schnell klar wozu das Telefon nützlich sein wird: Das Annehmen von Aufträgen. Leider hat Ghost Games die Telefonanrufe zu gut gemeint, denn es klingelt gefühlt jede Minute mindestens EINMAL. Wir suchen vergeblich den Flugmodus zu aktivieren, allerdings ohne Erfolg, denn es gibt den Modus nicht. Das Telefon behindert uns sogar ständig in den Missionen. Angenehme Missionen sehen hier definitiv anders aus und konzentriertes spielen ist so gut wie unmöglich Somit gehören Unfälle zum Alltag in Need for Speed, egal ob im Verkehr oder mit anderen Online-Spieler. In „The Crew“ wurde das Smartphone besser umgesetzt und bietet für den Spieler deutlich mehr Funktionen an. Schade, das hätten wir von Need for Speed absolut nicht erwartet!

Fazit

Need for Speed hat mir längere Zeit Spaß gemacht. Besonders die abwechslungsreiche Stadt ist im Spiel gut umgesetzt worden, allerdings muss ich in den Missionen einen großen Punkt Abzug geben. Die Missionen sind meiner Meinung viel zu wenig abwechslungsreich und wiederholen sich viel zu oft. Bei einem Rennspiel ist es aber auch nicht so einfach eine gute Mischung aus Story und Missionen herauszukitzeln, wie es bei Action-Shooter der Fall ist. Trotzdem bin ich sehr zuversichtlich, dass die Entwickler durch die neuen kostenlosen DLCs weitere spannende und interessante Erweiterungen für die Fans anbieten werden. Ich frage mich nur: Warum ist das Handy ständig am klingeln? Sind meine Freunde so süchtig, dass Sie mich in den Missionen sogar stören müssen? Als Spieler ist das mehr als nur störend: Hier möchte man am liebsten das Handy in die Ecke schmeißen! Ein anderes Manko ist der Schwierigkeitsgrad, der manchmal zu einfach oder wesentlich öfters zu schwer ist. Warum ist es nicht möglich den Schwierigkeitsgrad einzustellen? Als Gelegenheitsspieler kann das in Need for Speed schon sehr frustrierend sein. Wird also hier noch demnächst ein Patch erscheinen, der diese Fehler korrigiert? Das bleibt erstmal abzuwarten…

Pro

  • Sehr beeindruckende Grafik
  • Tolle Licht- und Reflektionseffekte
  • Zwischenfrequenzen sind sehr gut umgesetzt
  • Handling des Autos sehr realitätsnah
  • Viele Modifikationsteile verfügbar
  • Fahrzeuge sind sehr realitätsnah

Contra

  • Nerviges Mobiltelefon im Spiel (auch während der Missionen)
  • Schwierigkeitsgrad im Story-Modus des Öfteren viel zu schwer eingestellt (lässt sich nicht einstellen)
  • Klischeebeladene Story
  • Missionen ähneln oder wiederholen sich regelmäßig
  • schwache Polizei

Gesamtbewertung: 79% – befriedigend

Need for Speed ist seit den 06.11.2015 für PlayStation 4 und Xbox One im Handel erhältlich. Die PC-Version wird im Frühjahr 2016 erscheinen.