• Lords of the Fallen 25Nov

    Lords of the Fallen

Wer bislang noch nichts von Lords of the Fallen, dem neusten Streich von Deck 13 und CI Games gehört hat, sollte seine Augen nun auf unseren Spieletest richten, denn in unserem kleinen aber feinen Game-Review haben wir das Spiel bis ins Detail auseinandergenommen.

Publisher Koch-Media hat bereits am 28. Oktober 2014 das neue Action-Rollenspiel aus der Third-Person Perspektive veröffentlicht. Jeder der eine Next-Gen Konsole oder einen PC mit starker Grafikkarte besitzt, kann das Spiel spielen. Diejenigen unter euch, die am 18. November unsere Sendung gehört haben, kennen das Spiel bereits – Lords of the Fallen war in der Sendung das Hauptthema. In unserem schriftlichen Spiele-Review haben wir für euch nochmal alle wichtigen Eckpunkte des Spiels einmal genauer beleuchtet.

Der Protagonist in Lords of the Fallen

Lords-of-the-Fallen-harkynWir schlüpfen in die Rolle von Harkyn, einen gebrandmarktem, verurteilten Verbrecher. In der Welt von Lords of the Fallen besteht der Glaube, das Böses nur mit dem Bösem bekämpft werden kann. So wird die Welt von dämonischen Wesen heimgesucht und Harkyn ist einer der wenigen, der überhaupt in der Lage ist, diese Wesen zu vernichten. Harkyn ist ein Verbrecher, dies ist bereits von Beginn an kein Geheimnis – Doch was hat er verbrochen? Warum wurde er für sein Leben lang für seine Sünden gebrandmarkt?

Harkyn ist genau der Art von männlicher Actionheld, der in die düstere, mittelalterliche Welt von Lords of the Fallen passt. Doch leider wirkt er in den Cut-Szenes recht gelangweilt und irgendwie wird man nicht wirklich mit ihm warm. Ich hätte gerne doch noch gewusst, was genau er angestellt hat und ich würde sehr gerne mehr über ihn erfahren. Leider erfahren wir kaum etwas über unseren düsteren Anti-Helden und das finde ich schade. Hier hätten die Entwickler so viel mehr aus diesen Charakter heraus holen können. Doch dies bleibt leider aus.

Lords of the Fallen und die heiße Cousine dritten Grades

Bereits nach den ersten InGame-Trailern und den Vorab-Versionen wurde sehr schnell klar, das Lords of the Fallen einen Verwandten auf den Markt hat. Und diese Situation macht es etwas schwerer, Lords of the Fallen objektiv und gekapselt zu bewerten. Besonders Fans und Anhänger des Dark Souls Franchise begegnen Lords of the Fallen eher mit kritischem Blick. Und das zu Recht.

In erster Linie sind die beiden Spiele ziemlich ähnlich. Wobei Lords of the Fallen in Richtung Atmosphäre den Genre-Kollegen mit viel Wind vom Platz fegt. Dieses düstere und mittelalterliche Setting spielt Lords of the Fallen einiges an Plus-Punkten in den Topf. Doch schon im nächten Schritt nehmen wir eine riesige Kelle und schöpfen aus dem Punkte-Topf einiges an Bewertung wieder heraus. Gerade das Setting mit dem kriminellen Anti-Helden hätte durchgehend besser strukturiert und aufgebaut werden können. Schade, schade. Hier verliert ein enorm guter Titel viele Punkte in der A- und B-Note.

Auch wenn die beiden Spiele sich gegenseitig die Bälle zuspielen, kann und will ich nicht beide Spiele in einen Topf werfen. Dark Souls und Lords of the Fallen sind zwar irgendwie auf eine besondere Art verwandt, doch trotz der ähnlichen Aufmachung sind es für mich zwei unterschiedliche Spiele. Grob herruntergebrochen hat Dark Souls die bessere Story-Umsetzung und Lords of the Fallen das bessere Ambiente und das stimmigere Feeling. So, jetzt kein Wort mehr über einen Vergleich zu anderen Spielen! Schaut euch den Trailer an. Ein geniales Ding!


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Forderndes Gameplay

Schon zu Beginn des Spiels wird verdammt schnell klar, das sich Lords of the Fallen nicht an Waschlappen und Schluffies richtet – Jeder der ein forderndes Gameplay sucht, ist bei Lords of the Fallen genau richtig. Wer eine Art Devil May Cry sucht, ist hier eindeutig falsch. Für jeden Gegner, für jede Gegner-Art und besonders für jeden Endgegner braucht ihr eine neue Taktik, ein neues Vorgehen, eine genial ausgefeilte Strategie um das maximalste an Schaden auszuteilen und nur ein Minimum an Schaden einzustecken. Bei dem Versuch eine neue Strategie zu entwickeln, kann es schonmal vorkommen, zu sterben. Sterben ist ein wesentlicher Bestandteil des Spiels. Problematisch wird es an der Stelle, wenn ihr mitten im Spiel stirbt. Ihr fangt beim letzten Speicherstand wieder an und müsst euch erstmal dann wieder zu dem Ort hin kämpfen, an dem ihr gestorben seid.

Ihr müsst alles was ihr habt nutzen, um effektiv zu agieren. Das bedeutet, die euch zur Verfügung stehenden Mittel gut einsetzen. Zur richtigen Zeit ausweichen, genau wissen welcher Schlag geblockt werden kann, wann am besten geblockt werden kann, wann man einen Schritt zur Seite gehen muss, welche Angriffe am besten ausgeführt werden können, wo der Gegner seine kleine Schwachstelle hat und so weiter. Die Liste der Punkte, die bei einem effektiven Vorgehen dringend genutzt werden sollten ist lang.

Nichts destro trotz ist und bleibt Lords of the Fallen eine Herausforderung, die man mit einem lachenden und einem weinenden Auge meistern will. Dazu könnt ihr allerdings mehr in unseren “Let’s Plays” zu Lords of the Fallen sehen! Ich wünsche euch viel Spaß dabei.


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Lords of the Next Gen?

Das Spiel ist nur für die neuen Konsolen Xbox One sowie PlayStation 4 erschienen. PC-Spieler können den dunklen Titel auch genießen, brauchen dafür aber entsprechende Hardware. Ohne eine leistungsstarke Grafikkarte wandelt sich der vermeidliche Spielspaß in ein Dilemma. Wir haben den Test mit dem uns ältesten Grafikkarten-Model begonnen. Einer ATI HD5870 von XFX, welche bereits fünf Jahre alt ist. Selbst die niedrigsten Einstellungen haben kein flüssiges Ergebnis geliefert. Nachdem wir auf den uns aktuellsten Grafikkarten-Typ umgestiegen sind, einer NVidia GTX 970 Zotac Amp! Extreme, sah das ganze schon anders aus. Flüssiges Gameplay bei grandiosen 40 bis 50 FPS und maximalsten Einstellungen. Die Konsolen-Version läuft natürlich auch flüssig und sieht dabei sehr gut aus. Davon konnten wir uns leider nicht selbst überzeugen.

Fazit

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Selbst nach längerem Spielen bin ich immer noch sehr begeistert von Lords of the Fallen. Auch wenn der Spieler sehr oft das Gefühl verspürt, seinen Controller gegen die Wand zu schmeißen, reißt man sich dennoch zusammen und WILL GANZ UNBEDINGT den nächsten Gegner töten.

Schade ist die schwach erzählte Story und der charakterlose Protagonist.

Lords of the Fallen ist ein RPG – Skill-System, Items, Rüstungen und natürlich die Dialoge mit NPCs bleiben da nicht aus. Und genau das macht das Spiel erst richtig spielenswert. Mit den Dialogen hätten die Entwickler definitiv mehr aus der Story und dem Protagonisten herausholen können.

Neben den bereits erwähnten Punkten sind uns diverse Schwächen in der Steuerung im Menü aufgefallen, wie zum Beispiel die Art der Navigation mit Maus und Tastatur. Hier haben die Entwickler selbst wohl nicht daran gedacht, das nicht jeder mit Gamepad am Computer zockt!

Zusammenfassend möchte ich sagen, das mir Lords of the Fallen enorm viel Spaß gemacht hat und ich es definitiv noch weiter spielen werde. Die schwache Story und der leblose Harkyn fahren ein paar Minus-Punkte ein, aber was macht das schon. Ich liebe dafür zu sehr Herausforderungen und anspruchsvolle Spiele und freue mich auf jede noch so kleine Kampfansage der Gegner.

Der aktionreiche RPG-Third-Person-Schlitzer ist von der USK mit dem blauen “Ab 16 Jahren” Symbol versehen und steht in jedem gut sortierten Laden für Video-Spiele. PC-Spieler können sich das Spiel auch gemütlich über Steam in ihre Bibliothek einkaufen.

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