• Sims 4 – eine neue Generation Sims! 13Sep

    Sims 4 – eine neue Generation Sims!

Teilweise stimmt dieses sogar. Aber in einigen Teilen sind alte, gewohnte und eigentlich schon ganz normale Dinge verschwunden. Vorab angekündigt sind zum Beispiel der Pool oder die Kleinkinder. Auch in Punkte Kindererziehung hat das Sims 4 Spiel einige Änderungen. Es geht per Klick direkt vom Baby zum Grundschulkind. Die Bildung des Kindes und seine Noten hängen mehr denn je von seinen Hobbys ab.

Was in der neusten Version von Die Sims ebenfalls fehlt ist die Weite der Nachbarschaft. Was in der Version 3 noch als die Evolution bekannt war und von vielen gemocht wurde, wurde dieses Mal wieder rückschrittig gestaltet. Zwar nicht so, wie es einmal war in Sims 1 oder 2, aber auch nicht so brillant, wie in 3. Man kann immer noch aus dem aktuellen Grundstück heraus zoomen, um so in der Umgebung etwas zu machen, allerdings kann man die Landschaft nicht so erkunden, wie man es aus dem Vorgänger gewohnt war. Auch die beiden Dörfer an sich sind sehr klein. Eine kleine Passage, ein paar Häuser, kaum freie Grundstücke und das war es. Zwar ist es schön gestaltet, allerdings sehr dürftig und alles ohne groß verschiedene Ebenen ein zu bauen.

Die nächste größere Änderung ist die Erstellung eines Sim. Erstmals lässt sich alles per Schieben und Ziehen in seine rechte Position rücken. Genau darin liegt auch die Schwierigkeit. Zuerst ist man von den neuen Möglichkeiten fast erschlagen und muss lernen, damit umzugehen. Auch mit den neu gestalteten Menüs muss man zurechtkommen. So legt man die Farbe von etwas durch einen kleinen Auswahl Dialog fest. Nachteilig dabei ist, dass man die Kleidungsstücke nicht mehr, wie gewohnt selber einfärben kann. Dieses soll auch nicht nachgereicht werden.

Hat man sich daran gewöhnt, wie der neue Generator arbeitet, so lernt man ihn langsam lieben. Zieht man am Arm, wird er dicker, schiebt man ihn zusammen so wird er dünner. Einen Makel hat das Dünnerschieben allerdings: Man kann fast Anorexie Sims bauen. Von extrem dünn bis extrem dick ist alles dabei und frei gestaltbar. So kann man theoretisch Sims erstellen, bei denen die Natur normalerweise an ihre Grenzen kommt – nicht nur auf die Hautfarbe bezogen.

Hat man nun seinen Sim oder gar eine ganze Familie durch die Genetikmethode erschaffen, kann es direkt zum Erstbezug einer Wohnung oder zum Bauen dieser gehen. Wie auch in den letzten Versionen kann man alles kaufen, was das Herz begehrt, solange das Eigenkapital reicht. Da vordefinierte Häuser langweilig sind, baut man sich sein Traumschloss einfach selber. Dieses wurde grundlegend erweitert und teilweise ein wenig verändert. In der aktuellen Version gibt es ganze vorgefertigte Zimmer, die von der Tapete, über die Lampen einfach alles besitzen, was man mag. Größtenteils gibt es diese Zimmer in verschiedenen Farbvariationen und lassen sich nahezu frei platzieren. Nur die Wände müssen auf die bekannten Gitterlinien passen. Die Wände können hierbei angeklickt werden und dadurch die Zimmer einfach in die Länge und Breite gezogen werden. So geht es auch mit vordefinierten Wänden für ein L-förmiges Zimmer. Einfach platzieren und zurecht ziehen – fertig. Dazu ist zu sagen, so lassen sich auch ganz einfach alle anderen Orte im Spiel verändern im ganz normalem Spielmodus. Kein nerviges aus dem Spielmodus raus, Nachbarschaft laden und in den Baumodus für ein bestimmtes Gemeinschaftsgrundstück. Was ebenfalls eine große Vielfalt bietet ist der Möbelbereich. Von einfachsten schlottrigsten Gegenstände hin bis zum Luxusobjekt. Es ist alles, was man für den Anfang, und aus den Anfangsversionen kennt, vorhanden.


Nun zum eigentlichen Spiel. Die Sims haben Gefühle. Ja, mehr als sonst und sie beeinflussen auch mehr als früher. Allerdings sind die Sims ein wenig dümmer geworden. Liebesbeziehungen bahnen sich schneller an und auch wofür man früher mühevoll jeden Schritt überdenken sollte, braucht man jetzt nicht mehr lange. Insbesondere fällt auf, dass das jeweilig stärkste Gefühl Auswirkungen auf den aktuellen Gesprächs- und Handlungsbedarf eines Sims haben kann. So werden Handlungen, die seine aktuelle Stimmung wiederspielen mit der zum Gefühl passenden Farbe hinterlegt. Weitergehend kann man am oberen Rand erkennen, welches Stimmungsbild der Sim gegenüber hat. Hält man gerade ein Treffen oder ein Gespräch mit mehreren Sims ab, so kann man per Mausklick ganz einfach zwischen den einzelnen Sims hin und her springen und sehen, wie sein Stimmungsbild ist.

Was die Sims ebenfalls ein wenig menschlicher gestaltet ist die Fähigkeit des Multitaskings. So kann ein Sim gleichzeitig mit jemandem reden, wie auch in der Küche eine Speise zubereiten. Ebenso kann ein Sim an Charisma gewinnen, indem er mit anderen Personen spricht. Es bedarf dafür kein stundenlanges abquälen alleine vor dem Spiegel. Vieles lernen die Sims nun mehr oder weniger nebenbei.

Was natürlich bei keiner Sims Edition fehlen darf sind die Partys. Hier gibt es in der neuen Version Fortschritte, wie auch Rückschritte. Der Fortschritt ist, dass Partys bewertet werden anhand erledigter Aufgaben und man so an neue Items gelangen kann. Rückschrittig ist, dass man weder sagen kann, wann eine Party startet noch unter welchem Dresscode. Die Party geht auf der Stelle los, wenn der letzte Gast eintrudelt. Was zum Beispiel eine Hochzeitsparty etwas merkwürdig gestaltet. Das einzig gute dabei: Die Sims ziehen sich von alleine die Abendmode an. Hierbei ist mir aufgefallen, dass wenn der Sim schwanger ist, das Abendkleid oder die Kleider an sich die gleichen bleiben, nur in die Breite gehen.


Mein Fazit: Die Neuerungen sind gelungen allerdings mit der Erkenntnis, dass vieles altbewehrtes fehlt, was immer in den Grundversionen vorhanden war. So viel mir der Pool oder die Landschaftsgestaltung mit seinen verschiedenen Ebenen. Ich war immer mehr ein „Bauer“ als ein Spieler, daher sagen mir die neuen Baumöglichkeiten zu, hauen mich aber nicht unbedingt vom Hocker. Mit der Ankündigung „Sims haben nun Gefühle und handeln demnach“ habe ich mir viel vorgestellt, gerade da ich seit 14 Jahren Sims spiele und viele Stunden vor dem Rechner verbracht habe. Allerdings muss ich sagen, es ist plump geworden. So können die Sims zwar nun fühlen und danach handeln, aber es fehlt an Tiefe. Viele Dinge geschehen nun einfach so. So war es früher schwierig eine Beziehung anzufangen. Nun geht es schnell. Der Tod des eigenen Mannes ist ein Moment für ein paar Sekunden. Mutter und Sohn interessiert es kaum und sie können sehr schnell wieder neue Beziehungen oder gar Partnerschaften knüpfen.