• Need for Speed Rivals 25Nov

    Need for Speed Rivals

Mit dem Release der neuen Spielekonsolen PlayStation 4 und Xbox One bringt EA mit der Marke Need for Speed einen neuen Titel der Serie heraus. Ob „Rivals“ eine Neufassung oder ein billiger Abklatsch seiner Vorgänger ist, werden wir im folgenden Spieltest klären.

Viele Spieler erwarten bei einem guten Spiel eine tolle Story. Deshalb wird das meist auch von „goldenen“ Klassikern wie Need for Speed erwartet. Doch hierbei stellen wir uns die Frage was ein Rennspiel für eine Story haben muss? Wenn wir uns für ein Rennspiel entscheiden, erwarten wir kein Spiel mit einer hervorragenden Film-Story, sondern ein sehr lineares Spielprinzip. Das ist auch in Need for Speed Rivals der Fall. Die Macher haben sich hierbei um das „wesentliche“ gekümmert und das bestätigt sich auch nach Aussagen von Craig Sullivan von Ghost Games.


Need for Speed Rivals gibt es in zwei verschiedenen Versionen zu kaufen: Die Standard- und Digital Deluxe Edition. In der Digital Deluxe Edition ist das Ultimate Cop Pack, die BMW-Lackierung, Burnout Paradise sowie etwas an Bonus-Guthaben an Speed Points vorhanden. Für diejenigen, die sich das Spiel vorbestellt haben, gibt es oben drauf gratis eine BMW-Lackierung sowie das Ultimate Cop Pack. Burnout Paradise ist eine offene Welt von Paradise Citiy mit hunderten Kilometern Straße und Untergrund-Passagen mit verschiedenen Bonus-Fahrzeugen, -Challenges und vielem mehr. Mit Speed Points kann der Fahrer neue Personalisierungsoptionen freischalten wie zum Beispiel Felgen, Decals unnd Lackierungen. Wer also die Digital Deluxe Edition gekauft hat, kann schon vorher das Auto einen Leistungsschub verpassen, bevor der Spieler die Straßen in Need for Speed Rivals unsicher macht. Als wir die Digital Deluxe Edition erhalten haben, bekamen wir noch zusätzlich den Klassiker „Need for Speed Hot Pursuit“ gratis in Origin dazu.

Festplatte wird auf der Xbox 360 benötigt

Eigentümer einer Xbox 360 S mit einem internen 4GB Flash-Speichers benötigen, um Need for Speed Rivals überhaupt spielen zu können, eine Xbox Festplatte. In unseren Test konnten wir kein USB Stick oder eine externe Festplatte verwenden, um damit die 1.6 GB großen Dateien zwischen zu speichern. Ein Spielen ohne eine Xbox Festplatte ist somit unmöglich.

Single- und Multiplayer vereint – Das Gameplay

In Need for Speed Rivals ist es nicht mehr möglich den Karriere-Modus offline zu spielen, da es diesen Modus nicht mehr gibt. Die kilometerlangen Straßen sind ab sofort gemeinsam mit Freunden oder Fremdem im Internet zu befahren. Trotzdem bietet der Onlinemodus für Fahrer viele verschiedene Missionen an. Je nachdem ob der Spieler ein Cop oder Racer ist, sind die Missionen unterschiedlich zu absolvieren. Beide Optionsmöglichkeiten haben eins gleich: Das Tutorial wird zu Beginn absolviert. Dank des sehr netten Tutorials wird der Spieler Schritt für Schritt ins Spiel eingewiesen. Die Steuerung mit einer PC-Tastatur ist jedoch etwas gewöhnungsbedürftig. Um im Menü die einzelnen Seiten von links nach rechts zu wechseln, nutzen wir die Tasten „Bild ↑“ und „Bild ↓“. Gas wird mit der Taste „W“ gesteuert und mit den Pfeiltasten bewegen wir das Fahrzeug nach links und rechts. Verfolgungs-Technologien werden wiederum mit den Tasten „A“ und „D“ benutzt. Eine sehr interessante Tastaturbelegung, die uns des Öfteren beim Spielen verwirrt. In unseren Test haben wir oft unabsichtlich die Verfolgungs-Technologien benutzt. Hierbei empfehlen wir vor Beginn des Spiels die Tastenbelegung zu ändern oder gleich direkt ein Gamepad zu verwenden, denn dafür wurde die Steuerung konzipiert.

Damit der Spieler beispielsweise neue Fahrzeuge oder Verfolgungs-Technologien erhält, benötigt dieser eine gewisse Anzahl an Speed Points. Die Speed Points verdient man auf unterschiedlicher Art und Weise. Zum Beispiel versucht der Spieler verschiedene Kapitel zu absolvieren oder wenn dieser ein Cop ist, die Racer zu verhaften. Falls der Spieler den Modus Racer ausgewählt, flüchtet dieser von den Cops, damit er die Speed Points sein Eigen nennen kann. Wenn ein Racer verhaftet wird, verliert der Fahrer all seine Speed Points in der aktuellen Instanz. Dies könnten schon wie in unserem Beispiel über 100.000 Speed Points sein. Spieler, die von den Cops verfolgt werden, können entweder von der Polizei flüchten oder ein Versteck auffinden anhand der Karte oder des GPS-Senders. Das Prinzip Cop vs. Racers funktioniert in Need for Speed Rivals aus unserer Sicht tadellos.

Bedauerlich finden wir die maximale Spieleranzahl von nur sechs Spielern auf den Online-Servern. Wir fragen uns warum auf einer großen Karte wie in Need for Speed Rivals ein Spieler-Limit gesetzt ist. Computergesteuerte Fahrer sind meist langsamer und eintöniger auf den Straßen unterwegs. Ein Kopf-an-Kopf Rennen kann zwar mit denen durchgeführt werden, dennoch ist es nicht interessant oder anspruchsvoll als mit realen Gegnern.

Need for Speed Rivals

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Wähle zwischen Cop und Racer aus...

Missionen

Die Missionen in Need for Speed Rivals sind keine Missionen im klassischen Sinne mehr. Spieler absolvieren Kapitels, die auf Speedlist (bei den Racern) und Aufgaben (bei den Cops) basieren. Je nachdem welche Art von Speedlist oder Aufgabe ausgewählt wurde, für jeden Spieler ist die richtige Mischung vorhanden. Es stehen drei unterschiedliche Missionstypen zur Verfügung. Bei den Cops sind es Streife, Undercover und Enforcer und für die Racer gibt es Verfolgung, Rennen und Fahren. Diese einzelnen Missionen sind immer unterschiedlich aufgebaut. Mal muss ein Fahrer sechs Beinahunfälle provozieren, ein Rennen mit mindestens einer Silbermedaille absolvieren oder auch für fünf Sekunden schneller als 266 km/h fahren. Sobald Missionen erfolgreich absolviert sind, muss der Fahrer das Versteck oder den Kommandoposten auffinden, damit die Mission erfolgreich beendet ist. Anschließend werden die Speed Points sowie Ränge, neue Fahrzeuge und neue Funktionen dem Spieler gut geschrieben und kann im Anschluss eine neue Mission auswählen. Wenn mehrere Missionen erfolgreich absolviert sind, beginnt ein neues Kapitel und ein Video wird zur simplen Story abgespielt. Need for Speed Rivals ist ein Open-World-Spiel, welches dem Spieler viele Freiheiten und Möglichkeiten anbietet. Der Fahrer entscheidet wann und wo gefahren sowie welche Mission absolviert wird. Für Zwischendurch fährt man ein zusätzliches Kopf-an-Kopf Rennen oder einfach nur eine jagt nach Racern. Es sind hierbei keine Grenzen gesetzt.

Grafik und Sound

Grafisch sieht Need for Speed dank der Frostbite 3 Engine fantastisch aus, zumindest auf dem PC. Wir konnten uns die Xbox 360 sowie die PC Fassung anschauen. Dabei fällt einem deutlich auf, dass die Xbox 360 ihre besten Zeiten hinter sich hat und sprechen deshalb bei der Grafik über die PC Version. Auf dem PC fühlt sich Need for Speed Rivals gut durchdacht und ausgereift aus. Aber ein Manko ist uns auch hierbei ins Auge gestoßen: Die Framerate. Diese wurde auf 30 Bildern pro Sekunde begrenzt und sind uns an einigen Stellen im Spiel extrem aufgefallen. Besonders bei einem schnellen und aggressiven Fahrverhalten ist es deutlich spürbar gewesen, so dass die Umgebung langsamer aufgebaut wurde. Die Autoteile sehen wirklich sehr schick aus und die Wetterdarstellung sowie das Umgebungslicht ist besonders gut gelungen und wirkt außerordentlich reell.

Nicht nur grafisch ist der neueste Need for Speed Rivals erfolgreich, sondern auch vom Sound. Dank der abwechslungsreichen Musik im Autoradio erinnert uns dieser Teil der Serie besonders an die „alten“ Need for Speed Underground Teile. Viele bekannte Tracks sind beim Fahren hörbar. Vielleicht ist es nicht für jedermann der richtige Musikgeschmack, aber hierzu lässt es sich wie immer streiten. Profis unter euch im KFZ-Bereich werden sofort die satten Motorengeräusche auffallen, denn diese hören sich naturgetreu an. Perfekt für ein schnelles Rennen!

Update zur Xbox vom 26. November 2013

Von Christian

Die Standard-Steuerung der Konsolenversion ist im Gegensatz zu der PC-Fassung intuitiv und somit leicht zu bedienen, denn die Belegung ist ähnlich wie bei anderen Rennspielen. Somit auch für Neueinsteiger bedienbar.

Grafisch kommt das Spiel auf der Xbox 360 nicht an die PC-Grafik dran, sieht jedoch trotzdem gut aus. Das Auto ist auch hier sehr detailliert, und die Umgebung schön gestaltet. Beim Spielen fällt einzig die Schärfe in der Weite, schwächere Texturen, sowie die Wetteranimationen auf, die auf dem PC doch deutlich besser aussehen. Stören oder den Spielspass rauben tut dies aber nicht.

Fazit

Need for Speed Cover

Seit Need for Speed: The Run sitzt die Messlatte für ein Titel mit dem Namen Need for Speed sehr niedrig. Zwar war der letzte Titel „Most Wanted“ schon etwas besser, aber auch der Titel hat es nicht wirklich geschafft, uns aus den Socken zu hauen.

In Rivals sieht die Sache schon besser aus, denn die Entwickler von Ghost Games und Spielepublisher Electronic Arts haben noch gerade die Kurve gekriegt, bevor es fast zu spät war. Bedauerlicherweise ist die Spielsitzung auf sechs Spieler begrenzt sowie die geringen Anteile an spielbaren Modi fürs gemeinsame spielen. Es ist für unserer Meinung trotzdem eines der besten Need for Speed Teile der letzten Jahre.

 

 

Positiv:

  • große und offene Spielwelt
  • tolle Grafik und satter Sound
  • viele unterschiedliche Aufgaben werden im Spiel angeboten
  • gute Kombination zwischen Single- und Multiplayer
  • insgesamt besser als die letzten Vorgänger der Serie

Negativ:

  • maximal nur sechs Spieler pro Onlinesitzung um gemeinsam zu spielen
  • Musikauswahl ist eventuell nicht jedermanns Sache
  • Racer haben es teilweise schwieriger als Cops (verlieren schneller Speed Points)
  • eine Internetverbindung ist zwingend erforderlich
  • nur ein Schwierigkeitsgrad vorhanden
  • keine Lenkradunterstützung

Gesamtbewertung: 87% – gut

Need for Speed Rivals ist ab sofort für PC, Xbox 360, PlayStation 3 und der neuen Spielekonsole Xbox One verfügbar. Die PlayStation 4 Variante erscheint ab dem Verkaufsstart der Konsole am 29. November 2013.