• Need for Speed: Most Wanted 28Nov

    Need for Speed: Most Wanted

Need for Speed: Most Wanted (2) ist bereits Anfang November erschienen. Neben einer PlayStation 3, Xbox 360 sowie einer PC Version ist das Spiel auch für die PSVita, Smarthphones und Tablett-PCs heraus gegeben worden. Eine Wii U Version soll demnächst noch folgen. Was Publisher Electronic Arts und Entwickler Criterion Games dabei richtig gemacht haben, erfahrt ihr bei uns im Spieletest.

Nach gefloppten Need for Speed: The Run versucht Publisher EA Games erneut mit dem Namen Need for Speed Geld zu machen. Most Wanted stammt dieses Mal wieder aus der Feder von Criterion Games, die sich mit Burnout und Need for Speed: Hot Pursuit bereits einen Namen gemacht haben.

Die Story

Worum geht es eigentlich in Need for Speed: Most Wanted? Natürlich an erster Stelle der Most Wanted Liste zu stehen und die Konkurrenz im Regen stehen zu lassen, ist doch klar.

Am Anfang erfahrt ihr alles Wichtige im Spiel durch ein kurzes Tutorial. Dies lässt sich nicht überspringen, denn ihr erfahrt alles zur Spielmechanik und dem Spielablauf, was ihr wissen müsst. Die sehr einfache Steuerung wird schnell erklärt und wie ihr an neue Autos kommt ist auch sehr schnell klar.

So dreht ihr in der recht großen Stadt Fairhaven eure Runden, erspielt euch ein Haufen an Racing-Points und nach und nach kämpft ihr euch an die Spitze der Most Wanted Liste.

Gab es nicht bereits ein NFS: Most Wanted?

Bereits 2005 hat das Entwicklerstudio EA Canada Need for Speed: Most Wanted herausgegeben. Doch was unterscheidet diese Version von der Neuauflage?

Der erste Unterschied ist, ihr fahrt nicht mehr gegen andere Fahrer, die auf der Most Wanted Liste stehen, sondern gegen Autos. Fahrer haben in der Neuauflage keine Bedeutung.

Im ersten Teil von Most Wanted waren auch noch viel mehr Elemente aus den NFS „Underground“ Teilen verbaut, wie zum Beispiel das Tuning. In der Neuauflage gibt es kein groß angelegtes Tuning-System. Hier erfahrt ihr euch die wenigen Upgrades für eure Wagen, anstatt diese zu Kaufen. Auch die Farbe eurer Flitzer ändert sich ständig. Durch einen drive-throu erhaltet ihr in den Werkstätten eine neue Farbe. Hilfreich, wenn man die Polizei los werden will, doch wer auf große Anpassbarkeit steht, wird enttäuscht sein.

Auch ein Unterschied sind die Fahrzeuge. Während ihr euch im ersten Teil die Wagen noch kaufen müsst, erhaltet ihr neue Autos durch das Finden. Habt ihr dann ein neues Auto gefunden, könnt ihr direkt einsteigen. Ist ein Auto erst einmal gefunden, kann man jederzeit in dieses Auto steigen und eine Runde in Fairhaven drehen. Das sind so die grundlegenden Änderungen zwischen der klassischen Version und der Neuauflage.

Need for Speed: Most Wanted

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Autolog

In Most Wanted wurde erstmals eine neue Autolog Version verbaut. Ihr habt so noch viel mehr Möglichkeiten gegen eure Freunde zu fahren. Und dies sogar Plattformübergreifend. Eure EA-Accounts müssen einfach nur befreundet sein. So könnt ihr an eurer PSVita gegen die HighScores eurer Freunde fahren, die ihr Spiel auf der Xbox 360 spielen.

Die Rennen

In Need for Speed: Most Wanted könnt ihr mit den Rennen neue Upgrades für eure Wagen erfahren. Für jeden Wagen gibt es fünf Rennen, die nacheinander gefahren werden können. Dabei werden die Rennen von Einfach bis Schwer eingestuft. Gewinnt ihr ein Rennen, erhaltet ihr ein Upgrade für euren aktuellen Wagen.

So findet ihr ein gutes Auto, fahrt die Rennen, erhaltet alle Upgrades, fahrt gegen einen der Most Wanted. Danach findet ihr wieder ein besseres Auto, fahrt die Rennen, baut euch die Upgrades ein, fahrt gegen die nächste Nummer auf der Liste. Und an der nächsten Ecke steht wieder ein noch besseres Auto.

Wie ihr seht wiederholt sich das Prinzip immer und immer wieder. So wirklich viel Abwechslung gibt es bei Most Wanted nicht.

Easydrive

In Need for Speed: Most Wanted wurde eine neue Innovatin von Criterion Games eingebunden: Easydrive. Damit ist nichts anderes als ein schnell zu erreichendes und leicht zu bedienendes Menü am Bildschirmrand.

Über das Menü lassen sich Upgrades am Wagen austauschen, Rennen starten, Autos wechseln und vieles mehr.

Die große Innovation ist Easydrive nun auch wieder nicht. Es ist mal was anderes, direkt während der Fahrt die Upgrades der Wagen zu tauschen oder mal eben zu einem der Wagen zu springen, doch nimmt sich damit das Spiel selbst einen großen Teil an Realität.


Sound und Musik

Wie in fast jedem Need for Speed ist die Musik Zeitgemäß und integriert sich Super ins Spiel. Hier ist die Playlist aus Need for Speed: Most Wanted:

  • Muse – Butterflies & Hurricanes
  • The Chemical Brothers – Galvanize
  • Foreign Beggars feat. Noisia – Contact
  • Popeska – Now Or Never
  • DJ Fresh – The Power feat. Dizzee Rascal
  • Last Dinosaurs – Zoom
  • Strange Talk – Cast Away
  • Ambassadors – Unconsolable
  • Deadmau5 – Channel 42 feat. Wolfgang Gartner
  • Icona Pop – I Love It
  • Silent Code – Spell Bound
  • Calvin Harris – We’ll Be Coming Back
  • The Maccabees – Unknow
  • Rudimental – Feel The Love feat. John Newman
  • Dispatch – Circles Around the Sun
  • Above & Beyond – Anjunabeach
  • Silent Code – East Star
  • The Joy Formidable – Little Blimp
  • Skrillex & The Doors – Breakn‘ a Sweat
  • Howl – Beware Of Darkness
  • Dizzee Rascal – Bonkers
  • MuteMath – Aliens
  • Asherel – Shake The Dust
  • RuN RiOT – A Light Goes Off
  • The Who – Baba O’Riley
  • Poliça – Violent Games
  • Riverboat Gamblers – Blue Ghosts
  • Flux Pavilion – Double Edge feat. Sway and P Money
  • Dead Sara – Weatherman
  • We Are The Ocean – The Road (Run For Miles)
  • Silent Code – Night Train
  • Bassnectar – Empathy
  • Heaven’s Basement – I Am Electric
  • Band of Skulls – You’re Not Pretty But You Got It Goin‘ On
  • C&D – The Chase
  • Green Day – Stop When The Red Light Flash
  • Lower Than Atlantis – Love Someone Else
  • The Vaccines – Bad Mood
  • Nero – Won’t You (Be There)
  • The Who – Won’t Get Fooled Again
  • Crosses – Telepathy
  • Madeon – The City feat. Zak Waters

Der Sound an sich ist im kompletten Spiel sehr gut und wird immer synchron wiedergegeben. Wo es bei NFS Hot Pursuit noch Probleme bei der synchronen Wiedergabe von Kollisionsgeräuschen gab, sind uns solche Probleme beim neusten Need for Speed nicht aufgefallen.

Grafik & Inszenierung

Löblich anzumerken ist der grafische Eindruck von Need for Speed: Most Wanted. Über alle Plattformen macht das Spiel einen qualitativ hochwertigen Eindruck. Wir sehen alles, was wir für ein durch und durch gutes Grafik-Spektakel brauchen. Auch die kleinen Zwischensequenzen bei den Rennen und vor den Most Wanted Rennen vermitteln einen starken Eindruck und machen Lust auf mehr.

Um das Grafikerlebnis zu maximieren, wird allerdings eine ordentliche PC-Hardware vorausgesetzt. Auch wurden bereits von vielen Spielern der PS3 Version viele Grafikruckler gemeldet.

Fazit

Unsere Erwartungen sind an ein Rennspiel mit dem Namen Need for Speed relativ hoch gesetzt, doch nach Need for Speed: The Run wurde die Messlate nach unten gesetzt.

Natürlich kann Most Wanted den gefloppten Titel The Run locker in die Tasche stecken, doch reicht dies auch für eine positive Bewertung?

Uns hat vor allem die Autolog-Version begeistert. Sogar über verschiedene Plattformen hinweg gegen seine Freunde zu Spielen gab es so noch nicht. Auch gut gelungen ist die atemberaubende Grafik, die Plattformunabhängig ist.

Nicht so gut sind die vielen Blitzer in Fairhaven. Man kommt sich vor wie in einer asiatischen Touristengruppe auf einer Sightseeing-Tour.

Es macht viel Spaß neue Autos zu suchen, denn es stehen nicht alle direkt am Straßenrand. Somit habt ihr auch das kleine „Such das Auto“-Minispiel im Spiel.

Allgemein möchte ich behaupten, das die Neuauflage von Need for Speed: Most Wanted ein durch und durch gutes Ergebnis liefert. Gute Grafik, guter Sound, gute Steuerung, gutes Feeling sowie gutes Zusammenspiel. Um uns aber aus den Socken zu hauen bedarf es mehr.