• Hitman: Absolution 19Nov

    Hitman: Absolution

Agent 47 meldet sich in Hitman: Absolution zurück und er ist tödlicher denn je. Mit dem mittlerweile fünften Teil der Hitman-Serie versprechen uns Entwickler IO Interactive und Publisher Square-Enix ein Meisterwerk, das seines gleichen Sucht. Wir haben für euch in Hitman: Absolution rein geschaut und staunten nicht schlecht.

Agent 47, der kahlköpfige Assassine, wurde aus der DNA von 5 Super-Schurken erschaffen. Als Klon tötete er in den vergangenen Teilen immer im Auftrag der Organisation, doch in Hitman: Absolution nimmt er die Sachen selbst in die Hand um sich an denen zu rächen, die in verraten haben.

Hitman: Absolution, der fünfte Teil der Hitman-Serie, ist am 20. November 2012 für PlayStation 3, Xbox 360 sowie für den PC erscheinen.

Die Story

Agent 47 hat seine Aufträge immer von der ICA, der „International Contract Agency“ (im Spiel immer „die Organisation“ genannt), erhalten. Nachdem 47 von ihr verraten worden ist und die Organisation sogar versucht hat ihn umzubringen, meldet sich Agent 47 in Hitman: Absolution zurück und will Rache an denen nehmen, die ihn verraten haben. Auf der Suche nach der Wahrheit gerät er in den Mittelpunkt einer großen Verschwörung.

Am Anfang des Spiels erhält Agent 47 den Auftrag, seine frühere Mittelsfrau, Diana, zu eliminieren. Wir erinnern uns: Diana hatte im vorherigen Teil sogar verhindern können, das Agent 47 weiter von der Organisation Verfolgt wird. Diana verabreichte ihm ein Mittel, das ihn zunächst tot aussehen lassen hat. Doch bei 47 geht das geschäftliche vor und er bekommt den Auftrag, Diana zu eliminieren.

Danach wird die Story ein wenig unglaubwürdig und das Schema des gefühlslosen Meisterassassinen scheint gebrochen, da er ein Mädchen, ihr Name ist Viktoria, beschützen muss. Doch was hat ein eiskalter Killer mit einem kleinen Mädchen zu tun? Bis zum Ende hin lässt diese Frage dem Spieler keine Ruhe, bis der „Achsooooo“-Effekt eintritt und die Story in sich Schlüssig endet.

Grundlegend kann zur Story gesagt werden, das sie den Vorgängern nicht nur ebenbürtig, sondern auch weit voraus ist, was man natürlich von einer Fortsetzung erwartet. Kein anderes Hitman hat so viel Tiefgang, geschweige denn Umfang. Wir wollen an dieser Stelle nicht zu viel verraten, da wir von der Story sehr angetan sind.

Nicht nur dank der vielen Cut-Szenes zwischen den Spielabschnitten und den vielen Referenzen auf frühere Hitman-Missionen kann Hitman: Absolution mit aktuellen Block-Buster Games mithalten, sondern auch durch seinen einzigartigen Erzähl-Stil. Leider verliert sich die Story während den einzelnen Kapiteln ein wenig, so das es einem vorkommt, als würde die Story nebenbei nur etwas herum dümpeln.

Die Editionen

Hitman: Absolution kommt in drei verschiedenen Editionen, die sich im Umfang sowie im Preis unterscheiden.

Die Standard-Edition

Die Standard-Edition enthält nur das eigentliche Spiel an sich, ohne Extras oder sonstigem Schnick Schnack.

Die Professional Edition

In der Professional-Edition liegen neben dem Standard-Spiel noch ein Art Book und eine Making-of-DVD bei. Ihr erhaltet zusätzlich Zugriff auf ein paar Extra-Waffen.

Die Deluxe Professional Edition

Die limitierte Deluxe Professional Edition besteht aus der normalen Professional Edition und einer hochwertiger, 25cm großer Agent 47 Sammelfigur aus Vinyl.

Extras

Ein besonderes Augenmerk möchten wir an die vielen Einzelheiten in Hitman: Absolution richten. So müsst ihr unbedingt einmal mit einer Flasche bewaffnet zum König von Chinatown gehen und darauf achten, wie die Zielperson auf euch reagiert. Oder im Hotel Terminus müsst ihr euch genauer anschauen, welche Gäste und welche Räume das Hotel zu bieten hat; Ihr werdet überrascht sein, so ist zum Beispiel ein Mord in einem der Hotelzimmer passiert. Das Opfer wurde dabei mit einer Zange umgebracht. Die Zange könnt ihr an euch nehmen.

Die Verkleidungen

Auch gibt es wieder massig Verkleidungen und Tarnungen für Agent 47. Wir können fast jeder eliminierten Person die Kleider vom Leib reißen und uns dann zum Beispiel als Kellner oder als Scheriff unter das Volk mischen. Allerdings muss beachtet werden, dass die Meute sich untereinander kennt und es schnell auffällt, dass ein unbekannter Gärtner plötzlich im Vorgarten das Unkraut jätet. So müsst ihr immer auf trapp sein, wie ihr gerade getarnt seid. Ist das Kostüm unauffällig, hat man gute Chancen, sein Werk unerkannt zu vollenden.


Wem die vielen Tarnungen nicht liegen, kann ganz klassisch mit dem stilechten schwarzen Anzug, dem immer weiß bleibenden Hemd und der roten Krawatte durch die Level schleichen.

Grafik und Technik

Als Hitman: Absolution angekündigt worden ist, wurde von IO Interactive verkündet, dass sie bei der Entwicklung von Null anfangen werde. So hat IO Interactive es auch umgesetzt. Die klugen Köpfe von IO haben eine völlig neue Engine entwickelt, Glacier2. Die G2-Engine wurde entwickelt um die Vorstellung und Wünsche der Hitman-Entwickler zu realisieren. Und dies merken wir Spieler. Nicht nur, dass das Spiel super aussieht und mit einer fotorealistischen Grafik auf den Bildschirm genzaubert wird, sondern auch die physikalische Richtigkeit von Körpern und Gegenständen. Mit dem Begriff „stylized hyper-realism“ haben die Entwickler die visuellen Effekte wie blende- und Glanz Effekte, satte Farben sowie einen hohen Kontrast betitelt. Auch sind mit der G2-Engine große Menschenmassen möglich, was in Hitman: Absolution unter Beweis gestellt wird. Mit bis zu 500 einzelnen Charakteren auf den Bildschirm erlebt ihr authentische Menschenmassen, in denen sich unterhalten, telefoniert oder auch gelesen werden kann. Doch hier waren die Entwickler leider etwas schluderig, denn alle Menschen in der Umgebung, seien es die Polizisten, oder die vielen Zivilisten an Bahnsteigen oder in Chinatown sehen gleich aus. Alle haben das gleiche an, das gleiche Gesicht, die gleiche Statur. Währen hier mehr unterschiedliche Personen und Charaktere entstanden, wäre das Spielerlebnis durch und durch perfekt. Wer sich allerdings von den vielen gleich aussehenden NPCs nicht stören lässt, wird dennoch jede Menge Spaß haben.

Multiplayer

Ja, ihr lest richtig, MULTIPLAYER! Nicht so im klassischen Zusammenspiel-Szenario (leider), dennoch haben in Hitman: Absolution erstmals mehrere Spieler Einfluss aufs Spielgeschehen. Der „Contracts“-Modus bietet diese Funktionalität. Ihr könnt im Online-Modus ganz eigene Mordauftrags-Szenarien erstellen und individuell eine Szenerie zusammen stellen und mit euren Freunden teilen. Hier spielt ihr auf Punkte und auf High Score. Im Contracts-Modus wählt ihr zunächst ein Level aus, danach Waffen und die zu eliminierenden Ziele. Der Fantasie sind dabei nur die Grenzen des Editors gesetzt. IO Interactive hat bereits im Vorfeld versprochen, regelmäßig neue Contracts-Level zu veröffentlichen. Wer die einzelnen Stages besonders gut abschließt, wird mit Geld belohnt, die dann wieder in Waffen und Upgrades gesteckt werden können.

Der „Contracts“-Modus ist für die Singleplayer-Hitman-Reihe etwas völlig neues. Das Spiel profitiert jedoch davon da die Langzeitmotivation steigt. Nachdem der Contracts-Modus freigeschaltet worden ist,  kann direkt los gelegt werden. Der Code liegt dem Spiel bei, bei der Download-Version des Spiels muss der Contracts-Modus als DLC dazugekauft werden.

Agent 47 - Back in Action

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Steuerung

Anstatt das ihr euch mit komplexer Steuerung plagen müsst, wisst ihr in Hitman: Absolution immer was zu tun ist und welcher Knopf als nächstes gedrückt werden muss. Denn es wird eingeblendet. Und falls ihr zum Beispiel im Instinkt-Modus nicht mehr wissen solltet, wie ihr eine Zeitlupen-Abschussfolge anstellt, ist dies auch nicht schlimm. Im Instinkt-Modus steht’s direkt da, was ihr für was drücken müsst. Wie ihr erkennen könnt, wurde die Steuerung schön vereinfacht. Jetzt muss man nur noch wissen, wo die Tasten sind und einem geregelten Spielablauf steht nichts mehr im Weg.

Instinkt

Je nach Schwierigkeit steht euch „Instinkt“ zur Verfügung. Mit diesem Modus habt ihr immer den Überblick über die Situation, über eure Ziele und über hilfreiche Orte oder Objekte. Zielpersonen werden gesondert markiert. Jedes Mal, wenn ihr Instinkt nutzt, leert sich die Instinkt-Anzeige. Um die Anzeige wieder voll zu bekommen, müsst ihr Ziele erfüllen. Ist die Instikt-Anzeige prall gefüllt und man gerät in eine brenzlige Lage, sollte man über den Einsatz des „Point-Shooting“ Modus nachdenken. So könnt ihr in sehr kurzer Zeit eine große Anzahl an Gegnern markieren und diese mit eurer Waffe eliminieren. Ihr müsst in diesem Modus schnell die Gegner an den Stellen markieren, wo ihr sie treffen wollt. Nachdem die Instinkt-Anzeige geleert ist, legt Agent 47 los und erledigt einen nach den anderen. Die Gegner versuchen sich noch zu wehren oder weg zu laufen, aber dies ist unmöglich.

Das Töten

Einen Gegner zu töten, kann in Hitman: Absolution auf hunderten von Wegen geschehen. Egal ob es wie ein Unfall aussieht oder die Zielperson durch einen präzisen Kopfschuss mit einem Scharfschützengewehr erledigt wird: Kill ist Kill. Ihr könnt auch auf die altbewährte Klavierseite zurück greifen, die bereits in den Vorgängern gute Dienste geleistet hat. Natürlich gibt es auch wieder die beiden versilberten 1911 Colts .45 mit Schalldämpfer. Auch ein breites Repertoire an alternativen Waffen kann in Hitman: Absolution verwendet werden. Diverse Gegenstände wie Flaschen, Messer oder auch Feuerlöschen lassen sich ideal zum töten verwenden.

Zusammenfassung

Was Hitman: Absolution schlussendlich zu bieten hat, wollen wir für euch kurz zusammenfassen.

  • 20 Kapitel, eingeteilt in 54 Sektionen
  • 19 einzigartige Waffen, die sich in über 100 Variationen aufwerten lassen
  • Über 80 improvisierte Waffen wie Feuerlöscher, Messer und Schraubenzieher
  • Mehr als 250 Herausforderungen, die es zu Meistern gilt
  • 30 Freischaltbare Assassinen-Techniken
  • Über 50 Möglichkeiten, einen Mord wie einen Unfall aussehen zu lassen
  • 54 unterschiedliche Tarnungen Plus über 150 Variationen der einzelnen Kostüme
  • Massig versteckte Easter-Eggs
  • Die Bewegungen der Stripperinnen im „Vixen Club“ wurden von echten, dänischen Pole Dance Champions aufgenommen

Fazit

Mit den Worten „Das wohl beste Hitman“ möchte ich an dieser Stelle den Spieletest zu Hitman: Absolution beenden. Auch wenn die Konkurrenz an Meuchel-Mörder-Games wie Assassines Creed oder Dishonored groß ist, Hitman: Absolution setzt dennoch einen drauf. Ein erwachsenes Gameplay trifft auf ausgereifte Spielmechanismen, schöne Optik und jeder Menge Spaß. Durch die vielen Schwierigkeitsgrade und den vielen Wegen seine Opfer zu eliminieren reicht es nicht aus, das Spiel nur ein Mal durch zu spielen. Wir sind nach unserem ersten Durchlauf auf Hart noch nicht Müde und werden uns direkt an den schwierigsten Grad „Purist“ versuchen und dabei alle Optionen wahr nehmen, unsere Ziele zu eliminieren.

Hitman: Absolution ist zu 100% unzensiert auf dem deutschen Markt erschienen und hat das rote USK-Siegel „keine Jugendfreigabe“ (Ab 18 Jahren) erhalten.

Grafik:           ✮✮✮✮✮
Sound:          ✮✮✮✮✩
Gameplay:   ✮✮✮✮✮
Story:             ✮✮✮✮✩
Spielspaß:   ✮✮✮✮✮
Multiplayer:   ✮✮✮✮✮
Gesamtbewertung: 96% – Sehr Gut

Wer noch mehr Informationen zu Hitman: Absolution erfahren möchte, muss nur am 27. November unsere Sendung einschalten. In der Sendung werden wir uns ausschließlich mit den vielen Möglichkeiten zur Eliminierung der Zielpersonen beschäftigen. Also schaltet am 27. November um 23:00 Uhr Midnight-Gaming auf der Ems-Vechte-Welle ein.