• Dishonored: Die Maske des Zorns im Test 20Okt

    Dishonored: Die Maske des Zorns im Test

Nahezu idyllisch ist der Beginn von Dishonored: Die Maske des Zorns. Nach einer langen Reise, bei der wir auf der Suche nach einem Heilmittel für die „Seuche“ waren, sind wir endlich Zuhause angekommen.

Wir wissen, dass wir bzw. der von uns gespielte Protagonist Corvo Attano Leibwächter der Kaiserin ist. Entsprechend ist unser erster Auftrag ihr, der Kaiserin Jessamine Kaldwin, von unserer Reise zu berichten. Währenddessen lernen wir Prinzessin Emily Kaldwin kennen, bei ihr suggestiert uns das Spiel eine innige Beziehung. Wir haben nun die Möglichkeit mit ihr Verstecken zu Spielen oder unseren Auftrag weiter zu verfolgen. Wie wir uns auch entscheiden früher oder später landen wir bei der Kaiserin.

 

Nachdem wir Bericht erstattet haben passiert etwas unausweichliches, unsere Kaiserin wird von plötzlich auftauchenden Gestalten angegriffen. Auch wenn wir die erste Welle abwehren können,  so können wir sowohl den Tod der Kaiserin als auch die Entführung der Prinzessin nicht verhindern. Ganz im Gegenteil geraten wir selbst in die Fänge des Komplotts und landen im Gefängnis. Nur dank einer Gruppe Kaisertreuen gelingt uns die Flucht. Von ihnen, bzw. ihrem Mitglied Piero Joplin, erhalten wie auch die Maske die uns zum Attentäter macht.

Mit der Maske und der Unterstützung der Kaisertreuen machen wir uns auf den Weg die falschen Regenten zu stürzen und der Prinzessen zur Freiheit zu verhelfen. Ob dieses Vorhaben gelingt und welche Überraschungen den Spieler sonst noch erwarten verraten wir nicht. Denn schließlich soll das hier kein Spoiler sondern ein Test sein. Entsprechend wollen wir uns nun der Frage widmen ob sich der Kauf des Spiels lohnt.

  

Die Geschichte mit der Grafik

Was ein Spiel ausmacht entscheidet jeder selbst, doch mir persönlich ist eine liebevoll gestaltete Spielwelt und eine gute Story wesentlich wichtiger als die „beste“ Grafik. Dennoch will ich damit nicht ausdrücken das Dishonored schlecht aussieht, ganz im Gegenteil wirkt die Spielwelt handgemalt. Eigentlich ist es eher so, dass diese liebevoll gestaltete und sehr homogene Welt einen Großteil zur Atmosphäre beiträgt. Auch der Grafikstil entspricht dem gewählten Szenario und Level Begrenzungen sind so umgesetzt, dass sie nicht als solche wahrgenommen werden.

Über Freiheit und Macht

Immer wieder propagieren die Publisher wie viele Freiheiten der Spieler doch hat. Doch heißt dies in den meisten Fällen nur, dass nicht nur geradeaus sondern manchmal auch rechts oder links entlang gelaufen werden kann. Publisher: Ganz großes Kino betreibt ihr da! Etwas anders sieht es zum Glück bei Dishonored aus. Hier hat man als Spieler wirklich die Möglichkeit so zu spielen wie es einem am besten Gefällt. Ich z.B. habe meist einen Weg gesucht die Gegner zu umgehen oder wenn es sein musste einzelne schnell und lautlos zu überwältigt. Aber dieses ist nur eine von vielen Möglichkeiten. Selbst bei festen Zielen wie „töten sie den Oberaufseher“ hat der Spieler immer eine Alternative. So kann der Spieler z.B. die Zielperson bei einem der Aufträge anstatt zu töten verschleppen lassen und solche oder ähnliche Möglichkeiten gibt es bei allen Aufträgen.

 

Der Spieler hat aber nicht nur die Wahl, nein diese hat auch noch Einfluss auf das Spiel. Das sogenannte Chaos System bewertet geschaffte Missionen und so entsteht der Chaos-Wert. Dabei steigt der Wert beim Töten von Feinden und Zielpersonen. Ist der Chaos-Wert gestiegen tauch mehr Gegner auf und auch das Ende variiert je nach Spielweise. Außerdem wurde das Chaos System so eingebaut, dass der Spieler möglichst wenig davon bemerkt.

Die Waffen, Kräfte und Tränke

Endlich ein Spiel das gespielt werden will. So gibt nur zwei wichtige Tränke, einen für Leben und einen für Mana. Auch Waffen und Kräfte gibt es im Vergleich mit anderen Spielen nur recht wenige. Das ist aber keinesfalls ein Nachteil, denn so taucht man noch schneller und tiefer in die sehr gelungene und stimmige Geschichte von Dishonored ein.

Auch das Upgraden von Fähigkeiten ist nicht überladen. So gibt es sechs magischen Fähigkeiten und vier Verbesserungen mit jeweils zwei Stufen. Diese kann der Spieler mit gefundenen Runen freischalten. Außerdem können weitere Talente durch gefundene Knochenartefakte hinzugefügt werden.

In der Kürze liegt die Würze

Auch wenn neben der liebevollen und stimmigen Grafik, die Story, das Fähigkeitssystem und auch die KI, Musik und deutsche Synchronisation stimmt ist der Spielspaß einfach zu kurz. Mit Aufnahmen viel Umschauen und dadurch bedingten Wiederholungen haben wir gerade einmal zwölf Stunden fürs durchspielen gebraucht. Wer sich dieses Luxus nicht leistet schafft es auch in acht  bis zehn Stunden.

  

Fazit: Kauft es euch, es lohnt sich und zwar für jeden der ein wenig Spaß mit Action Spielen hat. Jedoch könnt ihr dank schwacher Optik und kurzem Spielspaß ruhig warten bis das Spiel etwas günstiger geworden ist.

Fazit zusammengefasst als Wert: 90%