• The Elder Scrolls 5: Skyrim 17Nov

    The Elder Scrolls 5: Skyrim

The Elder Scrolls 5: Skyrim ist seit seinem Release am 11. November mit großer Begeisterung aufgenommen worden. Es wurden zum Verkaufsstart bereits über sieben Millionen Exemplare für Xbox 360, PlayStation 3 und PC an die Händler ausgeliefert. Wir haben uns die Welt von Skyrim mal genauer angeschaut und möchten euch nun unsere Eindrücke schildern.


Schon um Mitternacht stürmten Zentausende Fans am 11.11.2011 die Läden, nachdem sie bereits mehrere Stunden Schlange stehen mussten, um ein Exemplar des wohl größten Rollenspiels des Jahres 2011 zu ergattern. Bereits in den ersten 48 Stunden wurden mehr als 3.5 Millionen Exemplare verkauft. Ob dieser Andrang gerechtfertigt ist, wollen wir mit unserem Test herausfinden.

Die Story

skyrim_packshotDie Story von Skyrim beginnt auf einer Kutsche. Nach den ersten Dialogen ist klar: Man befindet sich auf dem Weg zu einer Exekution. Die Mitfahrer und man selbst sollen hingerichtet werden. Gefesselt fährt man nun durch eine wunderschöne, verschneite Landschaft. Am Zielort angekommen, werden die Namen der Gefangenen aufgerufen. Man selbst steht allerdings nicht auf der Liste. Daraufhin wird der Spieler gefragt, wer er eigentlich ist, worauf sich der Charaktereditor öffnet. Hier lässt sich der Charakter nach den eigenen Wünschen sehr detailliert erstellen. Aus zehn verfügbaren Rassen muss der Spieler eine Wählen. Jede Klasse verfügt über einzigartige Eigenschaften, so eigenen sich zum Beispiel Waldelfen gut für Bogenschützen und Diebe, wo hingegen sich sich die Orcs zum Tragen schwerer Rüstung und großer Waffen eignen. Hat man sich nun für eine Rasse entschieden, kann man viele Einstellungen wie Gesichtsfarbe und Behaarung, Nasen-, Kinn- und Wangengröße, Haarfarbe etc.vornehmen. Mehr zum Thema Rassen und ein kleines Video könnt ihr im Punkt „Rassen“ nachlesen.

Nach der Charakter-Erstellung und kurz vor der eigenen Hinrichtung taucht plötzlich ein Drache auf, der die Exekution verhindert und durch seinen Angriff auf das kaiserliche Lager dem Spieler die Flucht ermöglicht. Schon zu Beginn des Spiels zeigt sich ein neues Entscheidungssystem, das im fortschreitendem Spiel öfter auftauchen wird. Bei der Flucht helfen einem zwei Personen. Mit der einen Person, einem Häftling, ist man bereits auf der Kutsche angekommen, die andere Person ist eine kaiserliche Wache, die einem auf der Flucht hilft. Kurz vor dem endgültigem entkommen muss sich der Spieler entscheiden, wem er folgt. Folgt man der Wache oder dem vermeintlichem Verbrecher? Diese Entscheidung wirkt sich auf den gesamten Spielverlauf aus.

Nach erfolgreicher Flucht kann man nun in der Welt von Skyrim losziehen zum Questen und seine eigene Geschichte erleben.

Spielt man die Hauptstory weiter, stellt sich nach einem weiteren Drachenangriff heraus, dass man ein seltener Krieger, ein „Dragonborn“ ist, der eine natürliche Affinität zum töten von Drachen haben. Ein Drachentöter also.

In der Story erfährt man sehr viel über diese „Dragonborn“ und über die Angriffe der Drachen. In Skyrim erwarten dem Spieler viel Action, Spannung und auch Abenteuer.

Als „Dragonborn“ besitzt man die Fähigkeit der Drachenstimme. Durch diese Drachenstimme kann der Spiele die „Dragonshouts“ einsetzen. Eine sehr mächtige Fähigkeit im Kampf gegen die wilden Kreaturen und Feindseeligen Banditen. Es gibt über 200 Dragonshout-Fähigkeiten, die der Spieler im laufendem Spiel finden muss. Oft finden sich in der Nähe von Zwischengegnern oder Drachen an Wänden oder Tafeln  Sprüche in der Sprache der Drachen. Nachdem man einen Spruch gelernt hat, benötigt man nun auch noch eine Drachenseele, um den Schrei schlussendlich auch einsetzen zu können um mit der Macht seiner Stimme den Gegner Feuer unterm Hintern zu machen.

Die Story von Skyrim spielt nach 200 Jahren nach den Ereignissen in Cyrodiil, der Stadt aus dem Vorgänger Oblivion. Cyrodiil wurde allerdings komplett zerstört. Weshalb die komplette Stadt zerstört worden ist und was davon noch übrig ist, erfahrt ihr im fünften Teil der Elder Scrolls-Reihe Skyrim.

Um nicht zu viel vorweg zu nehmen, fassen wir uns kurz. Die Hauptstory macht Spaß und es gibt viele interessante Orte zu entdecken. Am Ende erwartet den Spieler sogar eine Überraschung!

Die Rassen

Hier erst mal unser kleines Rassen-Video mit anschließender Kampfmagier-Demonstration.


Die Argonier

Die Argonier sind eine reptilienartige  Rasse, die an das Leben in den Sümpfen angepasst sind. Argonier sind immun gegen Gifte und Krankheiten und können unter Wasser atmen.

Die Bretonen

Die Bretonen sind von Haus aus gut in Zauberei und haben erhöhte Beschwörungs- und Heilzauberwerte. Hinzu kommt noch eine Resistenz gegen magischen Schaden.

Die Dunkelelfen

Die Dunkelelfen sind meine Lieblingsrasse. Wie im Video gesehen spiele ich in Skyrim einen Dunkelelfen, oder auch Dunmer genannt. Dunkelelfen haben ein sehr ausgeglichenes Verhältnis zwischen Schwertkampf, Bogenschießen und Zerstörungsmagie.

Die Hochelfen

In ihrer Heimat auch als Altmer bezeichnet, besitzen sie das größte Talent für die geheimen Künste, sind allerdings sehr anfällig für Zerstörungszauber.

Die Kaiserlichen

Diese Rasse ist besonders gut geeignet zum Tragen von Schwerer Rüstung im Verbund mit einer Schwert-Schild Kombination. Zusätzlich besitzen sie einen Bonus auf gesellschaftliche Fähigkeiten wie „Sprechen“.

Die Khajit

Die Khajit, die Katzenrasse, sind besonders intelligent, schnell und redegewandt. Durch diese Eigenschaften machen sich die Khajid zu ausgezeichneten Dieben. Zu ihren Fähigkeiten gehört auch im Dunkeln zu sehen.

Die Nord

Die Nord, zuhause in der Welt von Skyrim, sind bekannt für ihre Kälteresistenz und ihren Kriegsgeist.

Die Orks

Orks machen sich sehr gut im Tragen schwerer Rüstung und im Umgang großer Waffen. Neben dem Ruf die besten Krieger zu sein sind die Orks sehr begabte Waffenschmiede.

Die Rothwardonen

Die Rothwardonen machen sich hervorragend mit vielen Waffen- und Rüstungsstilen. Sie besitzen zusätzlich eine natürliche Abwehr gegen Krankheiten und Gifte

Die Waldelfen

Waldelfen, auch Bosmer genannt, sind besonders gute Kundschafter, Diebe und Bogenschützen.

Die Quests

In Skyrim gibt es viele Hilfsbedürftige Menschen und Gruppierung, die schon lange auf einen Helden gewartet haben. Es gibt eine Hauptquest, und dutzende von Nebenquests und unzählige kleinere Nebenaufgaben die auf dem Spieler warten.

Möchte man das Spielerlebnis kurz halten, so sollte man sich überwiegend mit der Hauptquest befassen, denn diese kann in drei bis vier Tagen komplett durchgespielt werden. Der Spieler findet heraus, dass er ein sehr seltener Krieger ist, ein sogenannter „Dragonborn“. Dank der Fähigkeiten der Dragonborn sind sie die natürlichen Feinde der Drachen und die besten Drachenjäger. Das Problem ist nur, dass die letzten Dragonborn seit Jahrhunderten als ausgestorben galten, bis zu dem Zeitpunkt, wo der Spieler die Bildfläche betritt.

Alles rund um die Dragonborn wird in der Hauptstory genau geschildert. Möchte man den Spielspaß allerdings ins fast unendliche treiben, so muss man nichts anderen machen, als jede Quest annehmen, die einem angeboten wird. Bereits nach kürzester Zeit sind über zwanzig Einträge im Questbuch zu finden, Anzahl steigend.

Die meisten kleinen Nebenquests erinnern schnell an den Vorgänger Oblivion. „Geh in diese Höhle und besorge mir …“, „Gehe in das Gebiet und töte …“, „Dort in dem Turm sitzt … und du musst ihn töten und mir … beschaffen“. Für normale Spieler wird das schnell langweilig und stumpft ab, für eingefleischte Elder-Scrolls Fans und Rollenspiel -Sympathisanten sind es doch gerade diese Quests, die das Spiel ausmachen.

In den vielen Quests besucht der Spieler alle neun Städte in Skyrim, jede Stadt hat seine eigenen Gesetze und je nach Einfluss kann der Spieler tun und lassen, was er will, oder halt nicht. Durch Aufgaben, die von den Herrschern der Städte kommen, kann der Spieler Einfluss in einer Stadt gewinnen. Somit kann der Spieler in einer Stadt dann mal ein kleines Verbrechen begehen. Sobald die Stadtwache den kriminellen Akt bemerkt, kann man ihr sagen, dass man selbst sehr eng mit dem Herrscher der Stadt ist. Die Wache drückt dann doch nochmal ein Auge zu. Bei den Wachen ist noch zu sagen, wenn der Spieler einen Dragonshout in einer Stadt ausführt (wovon eigentlich abzuraten ist) kommen die Stadtwachen an und bitten einen, dies zu unterlassen, da es doch sehr gefährlich ist, mit Dragonshouts in den Städten zu hantieren.

Allgemein gesehen gibt es viele Spannende und Gewinnbringende Quests, die darauf warten, gelöst zu werden.

der kopflose reiter

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Das Gameplay

Das Gameplay von Skyrim überrascht mit viel Witz und Charm. Neben den bereits bekannten Fertigkeitsbäumen für die Magiearten, Kampfstile oder auch Rüstungsarten gibt es als Neuerung die bereits angesprochenen Dragonshouts, die der Spieler durch entdecken der Sprüche erlenen und durch töten von Drachen dann auch endlich nutzen kann.

Während einiger Missionen bieten sich immer wieder Charaktere an, die an der Seite des Spielers kämpfen wollen. Dies wurde in Skyrim sehr gut umgesetzt, da es ein großes Manko der Vorgänger war, jede Mission alleine machen zu müssen. Gleich am Anfang bietet sich eine starke Kriegerin an, dem Spieler auf Schritt und Tritt zu folgen und jeden Befehl auszuführen, dem man ihr gibt.

Typisch für einen „The Elder Scrolls“-Titel ist das Sammeln von Seelensteinen, verzaubern von Gegenständen, herstellen von Tränken durch Alchemie und das schmieden von Rüstungen und Waffen. In Skyrim ist dies im direkten Vergleich zu Oblivion stark vereinfacht worden, lässt sich dennoch sehr gut durchführen. Durch mehr Erfahrung in den einzelnen Herstellungs-Fähigkeiten stellt der Spieler qualitativ höhere Gegenstände her.

Worauf ein jeder Spieler unbedingt achten muss sind die Bugs im Spiel. Leider bleibt Skyrim nicht von Fehlern verschont, so begegnen einem oft Charaktere ohne Haut, nur mit Kleidern und Haaren. Oder auch gerne lilafarbene Bäume. Da bleibt als einzige Lösung nur das Schnellspeichern (F5) und das Spiel komplett neu starten.

Das Kampfsystem ist wie immer denkbar einfach. Einfach zielen und drauf halten. Durch klicken der Linken und Rechten Taste werden die Waffen oder auch Zauber ausgelöst, die sich auf den jeweiligen Tasten befinden. Etwas verwirrend hierbei ist die spiegelverkehrte Verwendung der Zauber. Die Linke Maustaste wird als Haupttaste verwendet und daher werden mit ihr die Waffen in der linken Hand genutzt, so wie bei einhändigen Waffen (Bogen, Zweihandwaffen). Nimmt man ein Schild, eine zweite Waffe oder einen zweiten Zauber in die Hand, ist dieser in der linken Hand des Spielers, aber auf der rechten Maustaste. Somit lassen sich die Zauber und die Waffen spiegelverkehrt auslösen, was wir als nicht weiter tragisch empfinden, am Anfang jedoch etwas Verwirrung bei uns stiftete.

Neu im Kampfsystem sind die Finishing-Moves. Sobald der Gegner mit sehr wenig Lebensenergie vor einem Steht wird der letzte Schlag sehr schön in Szene gesetzt.

Grafik und Sound

Worauf die Entwickler der The Elder Scrolls Titel schon immer besonders stolz sein konnten ist die phantastische Soundkulisse. Dies ist auch in Skyrim wieder der Fall und durch phänomenale Hintergrundmusik in Verbindung mit einzigartigen Geräuschen setzt Skyrim die Latte für die Konkurrenz sehr hoch. Sehr authentisch klingende Charaktere und unglaublich echt klingende Kampfszenen sind in Skyrim an der Tagesordnung.

Die Grafik ist phantastisch und sehr granular einstellbar. Auf höchsten Einstellungen erwartet uns ein wunderschönes Spiel. Vergleicht man dieses allerdings mit anderen aktuellen Spielen wie Battlefield 3 fällt die Grafik doch eher mittelmäßig aus. Flach wirkende Texturen, spitze Ecken und Kanten sowie eine wenig detailreiche Weitsicht mindern das Grafik-Highlight Skyrim.

Verschneite Wälder, detailreiche Zauber und sehr aufwendig gestaltete Charaktergesichter lassen einen die wenigen negativen Punkte jedoch schnell vergessen und ziehen einen förmlich in das Spielerlebnis. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass alles seht stimmig in Szene gesetzt wurde.

Fazit

Skyrim ist das Action-Rollenspiel, auf das die Fans gewartet haben. Viel Action, eine vollkommen ausreichende Grafik, eine stimmige Atmosphäre, viele Quests, das „The Elder Scrolls“ Feeling und vieles mehr machen Skyrim zu einem mehr als würdigen Nachfolger von Oblivion.

Gelegentlich auftretende Bugs sind dem Spiel zu verzeihen, da man viel mehr geboten bekommt, als man erwarten könnte.

Ein Stimmiges Erfahrungssystem, die einfach zu verstehende Steuerung sowie die Möglichkeiten zur Herstellung von eigenen Waffen und Rüstungen bringen Skyrim ganz nach oben in die Topliste.

Abgerundet wird das Paket noch mit den Finish-Moves, extrem effektiven Zaubern, gelegentlich sehr lustigen Momenten und geselligen Begleitern.

Skyrim ist sowohl für Profi-RPG-Zocker als auch für Causal-Gamer geeignet.

Mit einer USK ab 16 Jahren steht Skyrim in den Ladenregalen für PC, PlayStation 3 und Xbox 360. Für PC lässt sich Skyrim auch über Steam erstehen.

Bewertung

Grafik: ✮✮✮✮✩
Sound: ✮✮✮✮✮
Gameplay: ✮✮✮✮✮
Story: ✮✮✮✮✩
Quests: ✮✮✮✮✩

Gesamtbewertung: 92% – Sehr gut